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"Bares für Rares" im ZDF
Boris Becker verkauft falschen Tennisschläger

Porträt: Boris Becker – Tennis-Legende und Erfolgscoach
Porträt: Boris Becker – Tennis-Legende und Erfolgscoach FOTO: rtr, NGH/ AA
Düsseldorf. Boris Becker hat in der ZDF-Sendung "Bares für Rares" seinen Tennisschläger verkauft, mit dem er sein letztes Spiel in Wimbledon bestritt. Jedoch bekam der Käufer zunächst das falsche Modell. Es sei ein Versehen gewesen, sagt der Anwalt des ehemaligen Tennisspielers.

"Die Verwechslung ist versehentlich passiert, weil es sich um baugleiche Schlägermodelle handelt", teilte Boris Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser am Freitag unserer Redaktion mit. "Der Schläger wurde aber in der Zwischenzeit ausgetauscht, und die Sache ist damit für alle Beteiligten erledigt."

Becker hatte den Tennisschläger Mitte Juni in der Sendung "Bares für Rares" angeboten. Er habe dafür 20.000 Euro haben wollen, schreibt der Bonner "General-Anzeiger". Mit dem Schläger hatte Becker sein letztes Spiel in Wimbledon bestritten: 1999 verlor er auf dem sogenannten Heiligen Rasen das Achtelfinale gegen Patrick Rafter. "Meine Zeit war vorbei", sagte er einmal in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Vorher hatte er Wimbledon dreimal gewonnen.

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Becker will Geld spenden

Der ehemalige Tennisspieler verkaufte den Schläger schließlich nur für 10.000 Euro an den Antiquitäten-Händler Julian Schmitz-Avila, wie die "Bild"-Zeitung schreibt. Dieser wollte sich am Freitag auf Anfrage unserer Redaktion nicht äußern. 

In der ZDF-Sendung hatte Becker angekündigt, dass er die 10.000 Euro spenden werde. Nach Angaben von "Bild" habe der ehemalige Tennisspieler angekündigt, den Betrag der Hilfsorganisation "Ein Herz für Kinder" der Zeitung zu geben. Das Geld sei aber nie angekommen.

"Der Betrag wurde in voller Höhe einer gemeinnützigen Organisation gespendet, allerdings nicht an 'Ein Herz für Kinder'", teilte Beckers Anwalt Moser dazu mit. Er machte keine Angaben dazu, wer das Geld bekommen hat. "Bild" schrieb, Becker habe sich wegen der "negative Berichterstattung über ihn in der Zeitung gegen "Ein Herz für Kinder" entschieden.

(rent/wer)
 
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