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Verfahren wegen sexueller Nötigung
Cosby-Anwälte bemühen sich erneut um Verfahrenseinstellung

Fotos: Bill Cosby – Football-Stipendiat und Sitcom-Größe
Fotos: Bill Cosby – Football-Stipendiat und Sitcom-Größe FOTO: dpa
Philadelphia . Die Anwälte von Komiker Bill Cosby unternehmen einen neuen Anlauf zur Einstellung seines Verfahrens wegen sexueller Nötigung. Am Freitag legte sein Team vor dem Obersten Gericht des US-Staats Pennsylvania Berufung gegen die jüngste Entscheidung eines Richters ein, einen Prozess gegen den Entertainer zuzulassen.

Cosby habe eine Vereinbarung mit dem früheren Bezirksstaatsanwalt Bruce Castor getroffen, wonach der Ex-TV-Star keine Anklage in dem Fall fürchten müsse. Dieses Argument hatte Richter Steven O'Neill aber erst vor kurzem abgewiesen und eine Voranhörung für den 8. März angesetzt.

Frau unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht

Es geht um Vorwürfe, wonach Cosby 2004 eine Ex-Angestellte der Temple University, Andrea Constand, in seinem Anwesen in einem Vorort von Philadelphia unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht haben soll.
Ähnliche Anschuldigungen haben auch viele andere Frauen gegen Cosby vorgebracht. Der Fall Constand ist aber der einzige, in dem Anklage gegen den früheren Fernsehstar erhoben wurde.

Seine Anwälte legten zudem Beschwerde gegen die Richterentscheidung ein, den neuen Bezirksstaatsanwalt Kevin Steele nicht von dem Fall auszuschließen. Der Jurist habe politische Stimmungsmache mit Cosby betrieben, hieß es in dem Berufungsantrag.

Damit meinten die Anwälte den Versuch Castors, sich 2015 erneut zum Bezirksstaatsanwalt wählen zu lassen. Er unterlag aber Steele, der im Wahlkampf unter anderem damit warb, er hätte Cosby seinerzeit angeklagt.

(spol/ap)
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