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Behörde hatte Foto des Rappers verwendet
Bushido zeigt Polizei wegen Phantombild an

Bushido zeigt Polizei wegen Phantombild an: Behörde hatte Foto des Rappers verwendet
Das Handout der Polizei Buxtehude zeigt ein Phantombild der Polizei, mit dem nach einem Räuber nach einem Überfall in Buxtehude gesucht wird. Im rechten Bild Rapper Bushido am 31. Juli 2013 in Berlin. FOTO: dpa, fdt
Stade/Berlin . Zweifelhafte Publicity für Bushido: Der Rapper hat wegen eines Phantombilds Strafanzeige wegen Verleumdung und Verfolgung Unschuldiger erstattet. Mit dem Bild fahndet die Polizei im niedersächsischen Stade nach einem Räuber. Als Vorlage diente ein Foto des 38-jährigen Musikers aus dem Internet.

Das hat die Polizei bereits eingeräumt. Die Anzeige richte sich gegen Unbekannt und sei vor Ostern eingegangen, teilte die Staatsanwaltschaft Stade am Dienstag mit, nachdem zunächst die "Bild"-Zeitung darüber berichtet hatte. "Wir werden den Sachverhalt prüfen", sagte der stellvertretende Sprecher der Behörde, Burkhard Vonnahme.

"Da sind wirklich unschöne Dinge passiert", sagte Bushido am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Er wolle den Vorgang nicht auf sich beruhen lassen, auch weil sich die Polizei nicht einmal bei ihm entschuldigt habe.

"Ich kann einstecken und tue das ja auch, wenn es zum Beispiel mal wieder um meine Texte geht", sagte der Rapper. "Aber ich möchte nicht 1:1 mit einem Raubüberfall in Verbindung gebracht werden, mit dem ich nichts zu tun habe. Es kann doch nicht sein, dass da ein Polizeizeichner mein Foto nimmt, eine rote Kappe draufsetzt und den Bart verlängert, und fertig ist das Phantombild." Er habe zunächst nicht glauben können, dass man derart "stümperhaft" vorgehen könne.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hatte vor rund zwei Wochen mitgeteilt, dass der Zeichner ein Foto Bushidos im Internet als Grundlage genommen habe, nachdem das Opfer eines Raubes zuvor entsprechende Angaben gemacht hatte. Gesucht wird ein Mann, der eine Frau in Buxtehude auf der Straße ausraubte und dabei ein rotes Basecap trug.

Bushido hatte sich zunächst über den Online-Dienst Instagram zu Wort gemeldet, wo er sich ironisch bei der Polizei für einen Styling-Tipp bedankte. Wahrscheinlich werde er sich demnächst eine rote Kappe zulegen, meinte er seinerzeit.

(felt/dpa)
 
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