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"Arschloch"-Äußerung
Campino rudert im Streit mit Böhmermann zurück

Campino rudert im Streit mit Böhmermann zurück
Campino bei der Echo-Gala 2017. FOTO: rtr, MDA
Berlin. Tote-Hosen-Sänger Campino fühlt sich nach seinen Äußerungen über Jan Böhmermann missverstanden. Mit seiner "Arschloch"-Äußerung habe er den TV-Satiriker nicht persönlich gemeint.

"In keiner Weise bezieht sich dieser Arschloch-Satz in diesem Moment explizit auf Böhmermann. An ihn habe ich gar nicht gedacht", sagte der 54-Jährige in einem "Spiegel Online"-Interview. "Ich meinte nicht ihn als Person. Es geht um diese Art von Typen, die lächelnd und mit zynischen Gags versuchen, Leute kleinzureden, die sich engagieren."

Campino hatte am Donnerstag bei der Verleihung des Musikpreises Echo in Berlin gesagt: "Lieber uncool sein als ein cooles Arschloch, das sich nicht konstruktiv einbringen kann." Unmittelbar davor hatte der Düsseldorfer von "Böhmermannschem Zeitgeistgeplapper" gesprochen.

"Seelenlose Kommerzkacke"

Daher war die Äußerung allgemein als Beschimpfung gegen Böhmermann (36) verstanden worden. Der Satiriker hatte kurz vor der Gala in seiner Sendung "Neo Magazin Royale" von "seelenloser Kommerzkacke" gesprochen, die der Echo immer wieder ehre. Dabei hatte er besonders den zweifach nominierten Sänger Max Giesinger aufs Korn genommen.

Bereits 2014 hatte Böhmermann sich über Campinos "Band Aid"-Projekt lustig gemacht. Der Tote-Hosen-Sänger war am Donnerstag zum Echo erschienen, um die Laudatio auf die Initiative Viva con Agua zu halten, die mit dem Sonderecho für soziales Engagement geehrt wurde.

(csi/lnw)
 
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