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Nach Facebook-Kommentar
"Die Welt" feuert Matthias Matussek

"Die Welt" feuert Matthias Matussek
"Durchgeknalltes Arschloch" soll Matthias Matussek seinen Chefredakteur Jan-Eric Peters in einer Redaktionskonferenz genannt haben. FOTO: dpa, ks aen sab
Berlin. Ein geschmackloser Facebook-Kommentar kostet Matthias Matussek seinen Job. In der Nacht nach den Anschlägen von Paris verknüpfte der Journalist das Attentat mit der Flüchtlingsdebatte. Sein Chefredakteur Jan-Eric Peters kritisierte ihn öffentlich. Medienberichten zufolge flogen in der Redaktionskonferenz offenbar die Fetzen - Matusseks Anwalt dementiert.

Mit diesem Facebook-Post zog sich Matthias Matussek den Unmut seiner Vorgesetzten zu:

Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatten über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen.. :-(

Posted by Matthias Matussek on  Freitag, 13. November 2015

Für Furore sorgte dabei zunächst ein Lach-Smiley, den Matussek mittlerweile in ein trauriges Gesicht änderte. "Ich finde Deine smiley-Reaktion einfach nur EKELHAFT!", kommentierte Bild-Chef Kai Diekmann den Eintrag. Verärgert reagierte auch Matusseks direkter Vorgesetzer Jan-Eric Peters. Der Welt-Chefredakteur distanzierte sich – ebenfalls via Facebook – von den Aussagen seines Mitarbeiters und bezeichnete den Post als "durchgeknallt". Außerdem kündigte Peters interne Schritte an.

Die zivilisierte Welt hat gerade andere Probleme als ein durchgeknalltes Posting. Aber damit das klar ist: Ich...

Posted by Jan-Eric Peters on  Samstag, 14. November 2015

Zum Eklat kam es dann offenbar in einer Redaktionskonferenz am Dienstag. Nach Informationen des Medienportals "MEEDIA" soll Matussek seinen Chefredakteur als "duchgeknalltes Arschloch" beschimpft haben. Nach Auskunft der Axel Springer SE wird sich die Welt-Gruppe nach diesem Vorfall von ihrem Autor trennen.

Matusseks Anwalt Joachim Steinhöfel bestreitet diese Informationen. "Herr Matussek hat weder Herrn Peters noch Herrn Poschardt als 'durchgeknallt' und/oder 'Arschloch' und/oder 'durchgeknalltes Arschloch' bezeichnet. Er hat den Konferenzraum gar nicht betreten und ist Herrn Peters heute auch nicht begegnet", schreibt Steinhöfel bei Facebook.

In verschiedenen Medien werden verschiedene Äußerungen kolportiert, die unser Mandant, Herr Matthias Matussek, heute...

Posted by Rechtsanwälte Steinhöfel on  Dienstag, 17. November 2015
(gol)
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