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Illner und Obermann
Erfolgreiche Frauen und mächtige Männer

Erfolgreiche Frauen und mächtige Männer
Erfolgreiche Frauen und mächtige Männer FOTO: ddp
Düsseldorf (RP). Die Moderatorin Maybrit Illner und Telekom-Vorstandschef René Obermann sind ein Paar. Für die neue Beziehung trennten sich beide von ihren bisherigen Ehepartnern. Warum erfolgreiche Frauen Männer mit Macht sexy finden. Von Birgitta Ronge

Dass erfolgreiche Frauen Männer mit hohem Status bevorzugen, ist nicht neu: TV-Moderatorin Nina Ruge etwa ist seit 2001 mit dem Vorstandschef der Linde AG, Wolfgang Reitzle, verheiratet, Sabine Christiansen war drei Jahre lang mit dem Bayer-Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Schneider liiert, bevor sie sich in den französischen Modeunternehmer Norbert Medus verliebte. "Erfolgreichen Frauen kommt es vor allem darauf an, dass der Mann kräftig und durchsetzungsfähig ist", erklärt die Neusser Paartherapeutin Claudia Sies. Meist ginge es den Frauen dabei gar nicht ums Geld – schließlich verdienen sie selbst genug. Auch bei einer erfolgreichen Frau greife das alte Rollenklischee, nach dem sie sich eben öfter einen Partner suche, der etwas älter und besser gestellt sei. Ein Partner, der ihr vom Status her dagegen nicht ebenbürtig sei, langweile schnell. "Oft fängt der Mann dann an zu klagen, dass er die Frau als dominant empfindet, er ihren Erwartungen nicht genüge", so Sies. Gegenstrategie des Mannes: Er tut, was der Frau gefällt, was sie von ihm erwartet. Doch das ist schnell das Aus für die Beziehung: "Wer sich duckt, wird langweilig."

Vielen erfolgreichen Frauen ist das bewusst. Sie können oder wollen niemanden, der immer Ja sagt und leicht zu handhaben ist. "Sie bleiben lieber allein, als einen Mann zu heiraten, der ein geringes Selbstwertgefühl hat und immer jammert", erklärt die Expertin. Oder der ihr gar vorwirft, erfolgreicher zu sein als er selbst.

Umso anziehender wirkt ein Mann, der beruflich erfolgreich ist, Macht hat und weiß, was er will. Das sei zum Beispiel bei Nina Ruge und Wolfgang Reitzle so, sagt Psychoanalytikerin Sies. "Da hat man das Gefühl, dass sich beide ebenbürtig sind."

Quelle: RP
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