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Einkauf für Essensmarken
Gwyneth Paltrow wegen Lebensmittel-Foto im Shitstorm

New York. Vermutlich war es gut gemeint, dafür aber sehr schlecht gemacht: Gwyneth Paltrow hat mit einem Foto von einem Lebensmittel-Einkauf einen Shitstorm heraufbeschworen. Der Schauspielerin wird vorgeworfen, realitätsfern zu sein.

Wer in den USA als bedürftig gilt, und das sind immerhin 46 Millionen Einwohner, der bekommt Essensmarken im Wert von 29 US-Dollar (etwa 27,40 Euro) pro Woche, um sich Lebensmittel zu kaufen. Gwyneth Paltrow nahm diese Herausforderung an und wollte mit einem Bild, das sie auf ihrem Twitter-Account veröffentlicht hat, zeigen, wie weit man doch mit den nicht einmal 30 Euro kommt.

Das Problem: Eine ganze Woche wird vermutlich niemand von zwölf Eiern, ein paar Limetten, einer Avocado, einer Tomate, einer Zwiebel, einer Knoblauchknolle und ein paar Bohnen, Reis und Erbsen sowie allerlei anderem Gemüse satt.

"Für 29 Dollar pro Woche würdest du keinen Salat und das gesunde Zeugs kaufen", schreibt eine Userin. Andere flüchten sich in Sarkasmus: "Ich wusste gar nicht, dass man so viel für 29 Dollar kaufen kann."

In den USA werden Essensmarken mit SNAP (für "Supplemental Nutrition Assistance Program", deutsch etwa: Nahrungsergänzungsprogramm) abgekürzt. In den USA gibt es eine lange Geschichte von Essensmarken, beginnend 1939.

Gwyneth Paltrow, die als Schauspielerin reich, berühmt und 1999 mit einem Oscar als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde, versucht sich seit einigen Jahren auch als Expertin für gesundes Leben. Für das Portal "Goop" empfiehlt sie immer wieder gesunde Rezepte. Zudem hat sie zwei Kochbücher herausgegeben.

(spol)
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