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Folkmusik-Legende
Verwirrung um Gesundheitszustand von Musikerin Joni Mitchell

Fotos: Joni Mitchell auf der Intensivstation
Fotos: Joni Mitchell auf der Intensivstation FOTO: ap
Los Angeles. Erst stellt eine langjährige Freundin von Mitchell fest, dass die frühere Musikerin gesundheitlich äußerst angeschlagen ist. Dann wird auf dem Webauftritt von Mitchell erklärt, sie sei munter und bei Sinnen. Wie geht es der Ausnahmesängerin wirklich?

Widersprüchliche Informationen über den Gesundheitszustand von Joni Mitchell haben Verwirrung unter den Fans der gealterten Ausnahmemusikerin ausgelöst. Ihre enge Freundin Leslie Morris erklärte am Dienstag, die 71-Jährige sei nicht mehr bei Bewusstsein und unfähig, eigenständig medizinische Entscheidungen zu treffen. Wenige Stunden später hieß es auf der Webseite der achtfachen Grammy-Gewinnerin, sie sei munter und bei Sinnen. Man erwarte, dass sie vollkommen genese.

Mitchell war am 31. März ins Krankenhaus gekommen, nachdem sie bewusstlos in ihrem Haus in Los Angeles entdeckt worden war. Anfang April wurde auf ihrer Internetseite bekanntgegeben, dass sich ihr Zustand bessere. Seitdem hatte es keine Angaben zur Gesundheit der Musikerin gegeben.

Mitchell soll an "Psychose" leiden

Morris reichte am Dienstag in einem Gericht in Los Angeles ein Gesuch ein, mit dem sie erreichen will, dass sie zur Pflegerin der 71-Jährigen bestimmt wird. Laut Gerichtsdokumenten ist Morris seit mehr als 44 Jahren mit Mitchell befreundet, die in den 70er und 80er Jahren zu den wichtigsten Singer-Songwriter des Musikgeschäfts zählte. Sie veröffentlichte Alben wie "Ladies of the Canyon" und "Blue" und wurde dafür etliche Male ausgezeichnet. 1997 wurde sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Eine Erklärung des Arztes Paul Vespa legte dar, dass die 71-Jährige in den nächsten vier bis sechs Monaten wahrscheinlich nicht fähig sein wird, vor Gericht vorzusprechen. Weitere Details über ihren Zustand oder Prognosen wurden nicht genannt.

Morris hat das Gericht eingeschaltet, weil Mitchell keinerlei Familienangehörige hat, die als ihre Pfleger oder Helfer dienen könnten. In dem Antrag wird keine Kontrolle über die Finanzen der Musikerin gefordert. Eine Anhörung dazu soll am 8. Juli stattfinden.

(ap)
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