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Kalifornien
Justizminister will Jackson-Arzt Lizenz entziehen

Michael Jackson - jung und unbeschwert
Michael Jackson - jung und unbeschwert FOTO: Todd Gray
Los Angeles (RPO). Michael Jacksons Leibarzt Conrad Murray soll während seines Prozesses wegen fahrlässiger Tötung nicht praktizieren dürfen. Kaliforniens Justizminister Jerry Brown stellte am Dienstag vor Gericht einen entsprechenden Antrag.

Das berichtete der Nachrichtensender CNN am Mittwoch. Der Politiker warf Murray vor, dem Popstar eine tödliche Dosis des Narkosemittels Propofol und weitere Medikamente verabreicht zu haben. Dieses rücksichtslose Verhalten disqualifiziere den Kardiologen, seinem Beruf nachzugehen. Er stelle eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar.

Ein Richter hatte im vergangenen Monat bei der Anklage Murrays darauf verzichtet, dessen Zulassung für Kalifornien aufzuheben. Der 57-Jährige wurde jedoch angehalten, seine Patienten nicht zu betäuben.

Nach Ansicht von Murrays Verteidiger Ed Chernoff wird ein Berufsverbot für seinen Mandanten keine Auswirkung haben. Murray betreibe in Kalifornien keine Praxis und habe dort keine Patienten, sagte der Jurist dem Bericht zufolge. Der Arzt praktiziert in Texas und Nevada.

Murray muss sich am 5. April wieder wegen Jacksons Todes vor Gericht verantworten. Jüngst waren Vorwürfe laut geworden, dass er die Wiederbelebung des Sängers unterbrochen habe, um belastendes Beweismaterial zu verstecken.

(ddp/das)
 
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