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Musiklegende Kurt Cobain
Familie will Veröffentlichung von Fotos verhindern

Kurt Cobain: Familie will Veröffentlichung von Fotos verhindern
Am 8. April wurde Kurt Cobain tot in seiner Garage gefunden. 2014 zeigte die Polizei erstmals bislang unbekannte Fotos vom Tatort. FOTO: ap
Seattle. Kurt Cobains Witwe und Tochter haben ein Gericht in Seattle aufgefordert, im Zuge eines rechtlichen Verfahrens keine Fotos und Aufzeichnungen vom Tod der Musiklegende zu veröffentlichen.

Dieses Material soll laut Angaben eines Klägers beweisen, dass der "Nirvana"-Frontsänger 1994 ermordet worden sei und sich nicht mit einem Kopfschuss selbst gerichtet habe. Die Richterin Theresa Doyle sollte am Freitag Argumente hören, ob das Verfahren fortgeführt werden sollte oder nicht. Kläger in dem Rechtsstreit ist Richard Lee, der verantwortlich für eine Fernsehsendung im offenen Kanal Seattles ist. Er klagt darauf, dass die Stadt und die Polizeibehörde von Seattle das Material herausgeben, wie die Zeitung "The Seattle Times" berichtete. Dieses werde zeigen, dass sich Cobain nicht selbst umgebracht habe, behauptet Lee.

Die Stadt führt an, dass das Material aufgrund der Privatsphäre der Familie verschlossen bleiben sollte. Cobains Witwe, die Rocksängerin und Schauspielerin Courtney Love, sowie die gemeinsame Tochter Frances Bean Cobain stellten in Schreiben an das Gericht klar, was für körperliche und mentale Einflüsse die Veröffentlichung von Fotos des Todes für ihre Leben haben würde.

"Ich musste wegen des Todes meines Vaters mit vielen persönlichen Problemen fertig werden. Allein mit der Möglichkeit zurechtzukommen, dass diese Fotos öffentlich gemacht werden könnten, ist sehr schwierig (für mich)", schrieb Frances Bean Cobain. Die Freigabe würde bei den Hinterbliebenen unbeschreibbare Schmerzen hervorrufen, so die 22-Jährige. Laut den Gerichtsdokumenten hat weder sie noch Love bislang die Fotos von Cobains Leiche gesehen.

Die Polizei von Seattle hatte vergangenes Jahr zwei zuvor unveröffentlichte Bilder vom Schauplatz des Todes von Cobain verbreitet. Eines zeigte eine Zigarrenbox mit Drogenutensilien, einen Löffel und Nadeln neben einer halb gerauchten Zigarette und einer Sonnenbrille. Das andere zeigte die diesmal geschlossene Box und daneben Geld, eine Packung Zigaretten und ein Portemonnaie.

(ap)
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