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Unser Star für Oslo
Lena geht am Montag nicht zur Schule

Unser Star für Düsseldorf: Das ist Lena
Unser Star für Düsseldorf: Das ist Lena FOTO: dapd
Köln (RPO). Für Deutschlands neues Fräulein-Wunder Lena Meyer-Landrut geht es jetzt Schlag auf Schlag. Direkt nach dem Sieg beim Vorentscheid für den Eurovision Song Contest musste sie noch nachts zum Video-Dreh antanzen. Ihr Lied "Satellite" führt die Download-Charts an. Alles wird nun auf das große Finale in Oslo getrimmt. Dabei beginnen doch im April die Abi-Prüfungen.

Und schlimmer noch: Eigentlich hat Lena davor doch entscheiden mehr Angst als vor ihrem bevorstehenden Auftritt vor rund 120 Millionen Fernsehzuschauern beim Eurovision Song Contest in Oslo.

"Das Lampenfieber ist sowieso immer auf Stufe 3000, und in Oslo wird es wahrscheinlich auf Stufe 4568 sein. Aber das ist Aufregung und keine Angst wie beim Abi", sagte die 18-jährige Hannoveranerin am Sonntag der Nachrichtenagentur ddp. Der Eindruck täusche, dass sie "alles mit Links und mit dem kleinen Finger" schaffe.

Die Konzentration liege für sie jetzt auf beiden großen Aufgaben. "Ich versuche das, ganz gut unter einen Hut zu kriegen." Ihre Abiturprüfungen starten Mitte April. "In Oslo hätte ich dann alles schon im Täschken", hob sie hervor.

Keine Einserkandidatin

Wann sie aber das nächste Mal wieder die Schulbank drücken wird, weiß sie derzeit nicht: "Am Montag auf jeden Fall erst mal nicht. Da haben wir ganz viele Besprechungen und Interviews und so. In den nächsten Tagen muss ich dann mal gucken." Lenas Leistungskurse sind Biologie, Sport und Geschichte. Ihre Schulleistungen nannte sie "mittleres Durchschnittsmaß": "Als Einserkandidatin möchte ich mich nicht beschreiben."

Die Vorbereitung für das Abi muss also erstmal warten. Zunächst geht es nur um eins: eine erstklassige Vorbereitung für Oslo, PR inklusive. Zu dem Lied "Satellite", das sie dort singen wird, sagt sie: "Ich glaube, dass ich mich da gut auf der Bühne ausleben kann, da gibt es viel Interpretationsraum." Auch beim Videodreh, der noch in der Nacht zum Samstag stattfand, habe sie sich mit dem Song "total wohl gefühlt". "Das ist alles Sahne, ich denke, das wird ganz hervorragend gut."

Keine Extra-Einlagen

Für Oslo plant Lena ansonsten kein größeres Tamtam. Sie bleibt sich und ihrem ganz auf ihre Persönlichkeit zugeschnittenem Stil damit treu. Showeinlagen bleiben den anderen vorbehalten. "Ich glaube nicht, dass ich da irgend einen Riesenzirkus veranstalten werde", sagt Lena. Sie freue sich "riesig" auf ihren Auftritt. "Natürlich hat man Bammel, aber ich glaube nicht, dass ich da sterben werde."

Auf eine bestimmte Platzierung für den Eurovision Song Contest am 29. Mai will sich Lena nicht festlegen. "Mein Ziel ist es, von der Bühne zu gehen und zu sagen, ja Lena, das hast Du gut gemacht." Auch die großen Hoffnungen auf ein gutes deutsches Abschneiden nach den Enttäuschungen in den Vorjahren nimmt sie eher gelassen: "Das würde ich mir auch wünschen, aber Druck mache ich mir nicht. Denn wenn es nicht klappt, dann klappt es nicht. Man kann es ja nicht erzwingen."

Schon Westernhagen bescheinigte ihr Starappeal

Lena bleibt also weiterhin cool. Schon bei ihren Auftritten in der Oslo-Castingshow von Stefan Raab hatten sie ihre guten Nerven nie im Stich gelassen. Bleibt zu hoffen, dass sie diese Eigenschaft auch im Prüfungszimmer abrufen kann.

Eine Karriere als Sängerin scheint jedoch - Abi hin, Abi her - schon so sicher wie das Amen in der Kirche. Marius Müller-Westernhagen hatte Lena schon in der ersten Folge von "Unser Star für Oslo" bescheinigt: "Du hast Starappeal, die Menschen werden dich lieben." Raab fand sie wahlweise "bezaubernd", "einzigartig" oder "ein bisschen wahnsinnig" und störte sich an dem einen oder anderen schiefen Ton nicht. Und auch Nena lobte: "Ich liebe hysterische, durchgeknallte Leute. (...) Geh' nach Oslo."

(DDP/pst)
 
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