| 16.09 Uhr

Schlagersänger aus Dinslaken
Der Wendler, seine Frau und das liebe Geld

Fotos: Wendler – Schlagerkönig und Dschungelcamp-Kandidat
Fotos: Wendler – Schlagerkönig und Dschungelcamp-Kandidat FOTO: dpa, bsc
Dinslaken. "Ich stehe meiner Frau bei." Der Satz, gefolgt von drei Ausrufezeichen, findet sich auf der Facebookseite von Michael Wendler. Der selbst ernannte König des Popschlagers reagiert damit auf einen Bericht der Bild-Zeitung laut dem die Plattenfirma von Wendlers Frau Claudia Norberg Insolvenz angemeldet hat.

Wendler will davon allerdings auch erst aus der Bild-Zeitung erfahren haben. "Meine Frau Claudia wollte mir nicht auch noch ihre Probleme auflasten und verschwieg mir ihren Schritt", erklärt der Wendler seine Unwissenheit. "Mir selbst geht es finanziell gut, aber natürlich kann auch ich eine so große Summe nicht einfach aufbringen", schreibt er weiter. Laut Medienberichten geht es um rund eine Million Euro. Angeblich auch um Steuerschulden bei der Stadt Dinslaken. Rathaussprecher Horst Dickhäuser wollte sich mit Verweis auf das Steuergeheimnis gestern nicht zu dem Thema äußern.

Wendler selbst hat auch schon eine Idee, wer seiner Frau aus der finanziellen Bredouille helfen könnte. Auf Facebook appelliert er an seine Fans: "Wenn ihr helfen wollt, dann mit Sicherheit durch den Kauf von Tickets zu meinen Konzerten oder meiner Musik." Wieder drei Ausrufezeichen. Auch, dass er selbst seiner Frau unter die Arme greift, hält Wendler für denkbar. "Vielleicht kann ich durch den Verkauf meiner Ranch in Dinslaken helfen." Ein Ausrufezeichen. Diese Ranch an der Franzosenstraße hat der Schlagersänger schon im Februar auf Facebook feilgeboten.

Zehn Hektar Land, 1000 Quadratmeter Wohnfläche, 16 Zimmer, vier Bäder, ein Schwimmbad, weitere 300 Quadratmeter in einem Nebenhaus sowie 19 Pferdeboxen wollte Wendler losschlagen. Nicht gerade zum Schnäppchenpreis. 4,7 Millionen Euro sollte "das Pferdegestüt im Herzen des Ruhrgebiets mit bester Verkehrsanbindung und Luxusausstattung" bringen.

Offensichtlich hat sich bislang allerdings kein Käufer – gerüchteweise war mal der König von Mallorca, Jürgen Drews, als Interessent im Gespräch – gefunden. Der Wendler jedenfalls bleibt optimistisch. "Am Ende wird alles gut, und ist es nicht gut, dann ist es auch nicht das Ende" – Großbuchstaben, drei Ausrufezeichen – "Ich lieb euch, Euer Micha" , schließt er seinen Facebook-Post von gestern.

(jöw)
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