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Großinvestor
Milliardär Nicolas Berggruen spricht übers Vatersein

Milliardär Nicolas Berggruen spricht übers Vatersein
Eine Partnerin scheint der Single Berggruen bislang nicht zu vermissen. FOTO: afp, vel
Los Angeles. Drei Monate nach der Geburt seiner zwei Kinder hat der amerikanisch-deutsche Großinvestor Nicolas Berggruen einen Einblick in seinen Alltag als Vater gegeben.

Von einer Familie im herkömmlichen Sinn sind der 54-Jährige, sein Sohn Alexander und seine Tochter Olympia allerdings weit entfernt. Schon die Geburt der Kinder im April hatte für Schlagzeilen gesorgt. Auf die Frage, wer die Mutter sei, antwortete der frühere Karstadt-Besitzer: "Ich. Ich bin die Mutter und der Vater."

Den Traum vom Elternsein hat sich Berggruen mithilfe zweier kalifornischer Leihmütter erfüllt. Sie hätten zwei Spendereizellen für ihn ausgetragen. Binnen drei Wochen seien so ein Sohn und eine Tochter zur Welt gekommen. Wie viel ihn diese Vaterschaft gekostet hat, ist nicht bekannt. 

Zwei Kindermädchen für den Nachwuchs

Nun scheint der Milliardär auch lästige Aufgaben wie das Windelnwechseln und Füttern der beiden lieber anderen überlassen zu wollen. Wie er im Gespräch mit dem britischen "The Times Magazine" berichtet, werden die Kleinen rund um die Uhr von zwei Kindermädchen betreut. Mit ihrem Vater bewohnen die Geschwister nicht einmal das gleiche Stockwerk seines Hauses in Los Angeles.

Eine Partnerin scheint der Single Berggruen bislang nicht zu vermissen: "Es ist wirklich unglaublich, dass ich Kinder haben kann, die genetisch meine sind, denen ich nahe bin, ohne die dazugehörige Partnerin zu haben", schwärmt er. "Ich hatte nie großes Interesse an Kindern. Aber dann kam es plötzlich: boom."

Wie nah Berggruen seinen Kindern aber tatsächlich steht, bleibt fraglich. Die Kindermädchen halten ihn per SMS über das Befinden seiner Sprösslinge auf dem Laufenden. Will er Alexander und Olympia sehen, fährt er mit dem Lift ins Erdgeschoss seines Hauses. Er selbst wohnt im ersten Stock.

Berggruen hat einen Bruder und zwei Halbgeschwister

Dass er allerdings irgendwann einmal eine ernsthafte Beziehung oder sogar eine Ehe führen könnte, hat Berggruen, dessen Vermögen vom "Forbes Magazine" auf 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, noch nicht ganz ausgeschlossen. "Ich glaube schon, ja", sagt er. "Ich tue die Dinge eben in umgekehrter Reihenfolge."

Der in Frankreich geborene und in der Schweiz aufgewachsene Berggruen hat einen Bruder sowie zwei Halbgeschwister aus der ersten Ehe seines Vaters.

(emy)
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