| 11.48 Uhr

Flüchtlingskrise
Peter Maffay plädiert für eine Obergrenze

Mönchengladbach 2013: Peter Maffay rockt den Hockeypark
Mönchengladbach 2013: Peter Maffay rockt den Hockeypark FOTO: Andreas Baum
Berlin. Sänger Peter Maffay (66) kann zumindest teilweise nachempfinden, wie es den Flüchtlingen ergeht, die jetzt nach Deutschland kommen. Dennoch warnt er vor Parallelgesellschaften.

Durch die aktuellen Bilder fühlt der Musiker sich an die eigene Ausreise aus Rumänien im Alter von 13 Jahren erinnert: "Ich kenne die Angst, in ein fremdes Land zu kommen, die Sprache nicht zu können", sagte Maffay im Interview mit "Bild am Sonntag". Was er nicht kenne, sei aber "die Angst, auf einen rostigen, zum Sinken verurteilten Kahn zu steigen".

Neben dem Spracherwerb sei Respekt vor den Werten der neuen Heimat die wichtigste Voraussetzung für die Integration, betonte der Musiker: "Alle, die hier Asyl suchen, sollten das Grundgesetz vorgelegt bekommen und mit ihrer Unterschrift bestätigen, dass sie es auch gelesen haben. Was wir nicht verkraften werden, sind Parallelgesellschaften."

Bei der Aufnahme der Flüchtlinge plädiert Maffay für eine Obergrenze:
"Wenn Sie einen trockenen Schwamm nehmen und Wasser darauf gießen, wird er eine Menge aufnehmen. Aber irgendwann läuft es unten wieder raus. Das Gefährlichste, was uns passieren kann, ist, dass wir nicht mehr helfen können."

Liebe Leserinnen und Leser,

Ihre Meinung zu RP Online ist uns wichtig. Anders als sonst bei uns üblich gibt es allerdings an dieser Stelle keine Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen. Zu unserer Berichterstattung über die Flüchtlingskrise haben wir zuletzt derart viele beleidigende und zum Teil aggressive Einsendungen bekommen, dass eine konstruktive Diskussion kaum noch möglich ist. Wir haben die Kommentar-Funktion bei diesen Themen daher vorübergehend abgeschaltet. Selbstverständlich können Sie uns trotzdem Ihre Meinung sagen – per Facebook oder per E-Mail.

(pst/KNA)
Diskussion
Das Kommentarforum zu diesem Artikel ist geschlossen.