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Phantombild-Streit
Bushido blitzt mit Strafanzeige ab

Phantombild-Streit: Bushido blitzt mit Strafanzeige ab
Links das Phantombild der Polizei, rechts ein Foto von Bushido. FOTO: dpa, fdt
Stade/Berlin. Ein dem Rapper Bushido nachempfundenes Fahndungsbild der Polizei hat zunächst keine strafrechtlichen Folgen. Die Staatsanwaltschaft Stade habe die entsprechenden Ermittlungen eingestellt, sagte ein Sprecher am Montag.

Der Musiker hatte wegen des Phantombilds im April Strafanzeige wegen Verleumdung und Verfolgung Unschuldiger erstattet. Mit dem Konterfei fahndet die Polizei in Stade nach einem Räuber. Als Vorlage diente dabei ein Foto des 38-jährigen Musikers aus dem Internet.

Es werde klar erkennbar nicht nach dem Musiker sondern einem unbekannten Räuber gefahndet, hatte ein Sprecher dem Stader "Wochenblatt" gesagt. Außerdem liege kein Verstoß gegen das Kunsturheberrechtsgesetz vor, zumal das Bild extra verfremdet worden sei, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter. "Für Zwecke der Rechtspflege und der öffentlichen Sicherheit dürfen von den Behörden Bildnisse ohne Einwilligung des Berechtigten sowie des Abgebildeten oder seiner Angehörigen vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zur Schau gestellt werden", heißt es dort in Paragraf 24.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen hatte im März mitgeteilt, dass der Zeichner ein Foto Bushidos im Internet als Grundlage genommen habe, nachdem das Opfer eines Raubes zuvor entsprechende Angaben gemacht hatte. Gesucht wird ein Mann, der im März eine Frau in Buxtehude auf der Straße ausraubte und dabei ein rotes Basecap trug.

(felt/dpa)
 
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