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Robin Williams Witwe Susan über seine letzten Tage
"Wir lebten einen Alptraum"

Bilder aus dem Leben von Robin Williams
Bilder aus dem Leben von Robin Williams FOTO: ap
New York. Im August nahm sich der schwer kranke Schauspieler Robin Williams das Leben. In einem Interview schildert seine Witwe Susan nun seine letzten Tage. "Wir lebten einen Alptraum", erinnert sie sich.

Der Schauspieler litt nach Angaben seiner Frau Susan Williams an mehreren Krankheiten. Diese könnten bei seinem Suizid im August 2014 eine Rolle gespielt haben.

Die Witwe von US-Schauspieler Robin Williams nimmt dem Komiker seinen Selbstmord nicht übel. Ihr Mann wäre an den bei ihm diagnostizierten Krankheiten binnen drei Jahren gestorben, sagte Susan Williams in einem Interview, das am Dienstag in der Sendung "Good Morning America" von ABC ausgestrahlt wurde. Robin Williams hatte sich im August 2014 erhängt.

Susan Williams sagte, bei dem Schauspieler sei einige Monate vor seinem Tod nicht nur die Parkinson-Krankheit diagnostiziert worden.
Ein gerichtsmedizinischer Bericht habe bei ihm zudem Anzeichen für Lewy-Körperchen-Demenz gefunden. Dabei handelt es sich um eine schwer diagnostizierbare Krankheit, die zu einem Rückgang des Denkvermögens führt. Dies könnte zu der Angst und Depression beigetragen haben, gegen die er in den letzten Monaten seines Leben behandelt worden war.

Zwar gebe es viele Gründe, weshalb ihr Mann sein Leben beendet habe, sagte Susan Williams. Doch sei es möglicherweise auf einen Grund hinausgelaufen: "Ich glaube, er sagte einfach "Nein". Und ich mache ihm nicht im Geringsten Vorwürfe." Der Oscar-Preisträger sei "der tapferste Mann, den ich jemals gekannt habe", gewesen.

In dem Interview sagte Susan Williams, die Symptome ihres Mannes hätten im November 2013 begonnen. Dazu hätten Bauchschmerzen, Verstopfung, Probleme beim Wasser lassen und Schlaflosigkeit gehört.
Später litt er demnach unter anderem an Steifheit und konnte nur noch schleppend laufen. Einen Moment sei er "vollkommen bei klarem Verstand" gewesen, doch fünf Minuten später habe er etwas von sich gegeben, das nicht von klarem Verstand gezeugt habe.

Williams sollte nach Plänen von Ärzten in eine Einrichtung für neurokognitive Tests eingewiesen werden, wie seine Witwe sagte. In den letzten Wochen seines Lebens sei ihr Mann vor ihren Augen auseinandergefallen. "Wir lebten einen Alptraum."

Robin Williams hatte in der Vergangenheit mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen. Doch war er nach Angaben seiner Witwe zum Zeitpunkt seines Todes clean und nüchtern.

(ap)
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