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Anzeige gegen Regisseur
Neuer Missbrauchsvorwurf gegen Roman Polanski

Roman Polanski: Erneut Vergewaltigungsvorwurf gegen Regisseur
Gegen Regisseur Roman Polanski wird bereits seit knapp 40 Jahren ermittelt. FOTO: rtr, AW/ATA
St. Gallen. Regisseur Roman Polanski sieht sich erneut schweren Missbrauchsvorwürfen ausgesetzt. Offenbar hat eine Frau in der Schweiz nun Anzeige gegen den 84-Jährigen erstattet.

Wie die Kantonspolizei St. Gallen der Nachrichtenagentur sda am Dienstag bestätigte, war die Frau bereits am 26. September zur Polizei gekommen und hatte erklärt, dass sie 1972 im Alter von 15 Jahren in Gstaad von Polanski vergewaltigt worden sei. Das Verfahren soll nun der Staatsanwaltschaft übergeben werden. Geklärt werden müsse unter anderem, ob die vermeintliche Tat bereits verjährt sei.

Die US-Justiz ermittelt bereits seit fast 40 Jahren gegen Polanski wegen eines Sexualverbrechens. Der polnisch-französische Filmemacher hatte 1977 zugegeben, Sex mit einer 13-Jährigen gehabt zu haben, den Vorwurf einer Vergewaltigung aber zurückgewiesen.

Polanski verbrachte damals 42 Tage unter psychiatrischer Beobachtung und floh aus Angst vor einer längeren Gefängnisstrafe 1978 unmittelbar vor der Urteilsverkündung nach Frankreich und betrat die USA seitdem nie wieder.

Trotz der Bitte seines Opfers um eine Einstellung des Gerichtsprozesses verfolgt die US-Justiz die Jahrzehnte zurückreichenden Vergewaltigungsvorwürfe gegen Polanski weiter.

(mro/dpa)
 
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