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Schauspieler Andreas Schmidt-Schaller
"Soko"-Star gibt Stasi-Vergangenheit zu

Schauspieler Andreas Schmidt-Schaller: "Soko"-Star gibt Stasi-Vergangenheit zu
Andreas Schmidt-Schaller hat eine Stasi-Vergangenheit zugegeben. FOTO: Screenshot ZDF
Düsseldorf. Andreas Schmidt-Schaller ist TV-Ermittler, zunächst in der DDR-Serie "Polizeiruf 110" und dann bei der "Soko Leipzig" beim ZDF. Nun wurde bekannt, dass der Schauspieler eine Stasi-Vergangenheit hat.

Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Akten der Jahn-Behörde meldet, war Schmidt-Schaller unter dem Decknamen IM (Informeller Mitarbeiter) "Jochen" (Registriernummer XIII 318/67) registriert und soll der Stasi über die Theaterschule in Leipzig und das Theater Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) berichtet haben.

Wie die Zeitung am Montag weiter berichtet, soll der heute 67-Jährige bereits am 28. November 1963 als damals 18-Jähriger eine handschriftliche Schweigeerklärung abgegeben haben: "Ich verpflichte mich, über alle Angelegenheiten, die mir im Zusammenhang mit der Benutzung des Zimmers bekannt werden, gegen jedermann strengstes Stillschweigen zu wahren."

Vier Jahre später wurde er als IM angeworben. Schmidt-Schaller bezog bereits Stellung: "Eines Tages, als ich nach Hause kam, saßen drei Männer im Zimmer, die mit mir sprechen wollten. Ich hätte damals einfach sagen sollen, leckt mich am Arsch. Aber dazu war ich nicht in der Lage."

Der Schauspieler erinnert sich: "Ich dachte damals wirklich, ich bin auf der richtigen Seite. Ich hielt die DDR für das bessere Land." Als die Stasi Informationen über seine Schauspieler-Kollegen verlangt, bricht Schmidt-Schaller den Kontakt ab. In seiner Akte steht: "Lehnt Zusammenarbeit ab. Seit '71 keine Verbindung."

(nbe/csi)
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