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Prozess beginnt
Stalker soll Gwyneth Paltrow 17 Jahre lang verfolgt haben

Fotos: Das ist Gwyneth Paltrow
Fotos: Das ist Gwyneth Paltrow FOTO: ap
Los Angeles. Seit 17 Jahren wird Paltrow nach eigenen Angaben von einem Stalker verfolgt. Nun ist der Prozess gegen den 66-Jährigen eröffnet worden.

US-Schauspielerin Gwyneth Paltrow hat einem mutmaßlichen Stalker schwere Vorwürfe gemacht. Als erste Zeugin in dem Prozess gegen einen Mann aus Ohio sagte die 43-Jährige am Montag, dieser habe ihr verstörende Briefe mit Drohungen, pornografischen Inhalten und unerbetenen Geschenken geschickt. Dem 66-Jährigen wird vorgeworfen, die Oscar-Preisträgerin seit 17 Jahren zu belästigen und ihr zwischen 2009 und 2015 mehr als 60 Briefe geschickt zu haben.

Paltrow sagte, sie habe bereits seit 1999 von dem Angeklagten Briefe und Pakete erhalten, darunter einige mit Pornografie, Sexspielzeugen und Mitteilungen, er wolle sie von Sünde reinwaschen. Zudem habe er ihr religiöse Bücher geschickt. In den Briefen sei seine Absicht deutlich geworden, sie heiraten zu wollen. 2009 habe er ihr ein Paar Ohrringe als Weihnachtsgeschenk geschickt, zuletzt bekam sie auch Kleidungsstücke, die sie anziehen sollte. Unter Tränen bestätigte Paltrow, dass sie Angst um ihre Kinder gehabt habe.

Die stellvertretende Bezirksstaatsanwältin Wendy Segall sagte: "Das ist ein Fall, der für Frau Paltrow seit 17 Jahren andauert." Der Verdächtige habe Paltrows Gefühl der Sicherheit erschüttert.

Viele Briefe enthielten religiöse Botschaften und Statements, die auf Paltrows Tod hinweisen. In einem Brief, den der Angeklagte geschrieben haben soll, hieß es: "Ich habe ein Ziel: Gwyneth Paltrow zu heiraten und für sie zu sorgen." Paltrow sagte dazu: "Dadurch fühlte ich mich sehr bestürzt. Das war schon eine sehr lange und traumatische Erfahrung."

Der Angeklagte war in einem früheren Prozess im Jahr 2000, an dem Paltrow ebenfalls beteiligt war, wegen Geisteskrankheit für nicht schuldig befunden worden. Er war für einige Jahre in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Nachdem er der Schauspielerin wieder Briefe zugeschickt hatte, war er im vergangenen Jahr erneut festgenommen worden.

Er selbst plädierte im jüngsten Fall auf unschuldig. Seine Anwältin Lynda Westlund sagte, ihr Mandant habe lediglich Briefe an Paltrow geschrieben. Die letzten Briefe hätten keine Pornografie enthalten.
Er sei ein christlicher Mensch, der lediglich versuche, der Schauspielerin zu Diensten zu sein.

Paltrow hatte 1999 für ihre Rolle in dem Film "Shakespeare in Love" einen Oscar gewonnen. Sie hat mit ihrem Mann Chris Martin, Frontmann der Band Coldplay, zwei Kinder. Das Paar steht allerdings vor der Scheidung, die es im vergangenen Jahr eingereicht hatte.

(lukra/ap)
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