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Anzeige wegen Volksverhetzung
Til Schweiger nennt Anwalt "Schwachmaten"

Hamburg. Auf seiner Facebook-Seite hat Til Schweiger die Chance genutzt, erstmals Stellung zur Anzeige wegen Volksverhetzung gegen seine Person zu beziehen. "Wenn es nicht so dreist wäre, wäre es ja fast schon wieder lustig", schrieb der Schauspieler. "Aber jetzt werden für diesen Schwachmaten (...) Steuergelder verschwendet."
 

Oha! Das ist also der Mann, der mich wegen Volksverhetzung verklagt hat. Wenn es nicht so dreist wäre, wärs' ja fast...

Posted by Til Schweiger on  Mittwoch, 9. September 2015

In der vergangenen Woche hatte ein Anwalt aus Münster nach Schweigers Auftritt bei "Menschen bei Maischberger" Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet. Zuerst hatte das "Hamburger Abendblatt" darüber berichtet. Demnach habe der Münsteraner den 51-Jährigen angezeigt, da dieser sich gegen die Demonstranten in Freital gerichtet hatte. In Freital protestierten Einwohner gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in der sächsischen Stadt.

Schweiger hatte unter anderem gesagt: "Ich glaub noch nicht mal, dass ein Politiker nach Freital gehen muss, es würde einfach reichen, wenn die zwei Hundertschaften da hinschicken und die Leute einkassieren, und sagen 'heute Nacht bleibt ihr im Knast, denkt mal darüber nach, was ihr hier macht, und morgen kommt ihr hier nicht mehr her'."

Fotos: Das ist Til Schweiger FOTO: dpa-Zentralbild

Schweiger setzt sich seit Monaten für Flüchtlinge ein und äußert sich auf seiner Facebook-Seite regelmäßig zu Medienberichten und Aktionen – sowohl zu jenen, die er gut findet, als er zu jenen, die er nicht gut findet. In den vergangenen Tagen hatte er auch öffentlich Stellung zu einem Interview mit Schauspieler Mario Adorf bezogen. "Ich bin da um zu helfen, und das könntest du auch", sagte Schweiger in Richtung des 85-Jährigen. "Flüchtlingsheime brennen ja nicht erst seit gestern."

Adorf hatte zuvor gesagt, dass er es zwar großartig finde, dass ein prominenter Künstler den Flüchtlingen helfen wolle. "Til Schweiger hat aber leider die unglückliche Gabe, sich mit seinem dünnhäutigen, motzigen Auftreten nicht beliebt zu machen", sagte Adorf. 

Mit welchen weiteren Sätzen Schweiger für Furore gesorgt hat, lesen Sie hier.

Weitere Informationen zum Flüchtlingsandrang in unserem Dossier.

(spol)
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