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Luxuskonzern zog vor Gericht
"Louis Vuiton"-Hähnchengrill muss Strafe zahlen

Louis Vuitton gegen Hähnchengrill: Betreiber muss Strafe zahlen
FOTO: dpa, Oliver Berg
Seoul. Etwas mehr Glamour wollte ein südkoreanischer Grillbesitzer wohl seinen goldbraunen Brathähnchen verleihen und nannte den Hähnchengrill in Seoul "Louis Vuiton Dak". Dem Luxuskonzern "Louis Vuitton" passte das nicht. 

Der Brathähnchen-Verkäufer muss dem französischen Luxusgüterkonzern Louis Vuitton 14,5 Millionen Won (über 11.000 Euro) zahlen, weil er trotz eines Verbots dessen Namen für sein Restaurant nutzte. Wie die "Korea Times" am Dienstag berichtete, nannte der Südkoreaner Kim seinen Hähnchengrill in Seoul "Louis Vuiton Dak" - in Anspielung auf "tongdak", dem koreanischen Begriff für "ganzes Hähnchen". Auch sein Logo war der französischen Luxusmarke entlehnt.

Auf Antrag des Konzerns, der das Wortspiel weniger genial und eher als rufschädigend empfand, verbot ein Gericht in Seoul bereits im vergangenen September Kim die Nutzung des Namens. Es drohte dem Besitzer des Hähnchengrills mit einer Strafe von täglich 500.000 Won, sollte er sich nicht an das Verbot halten.

Strafe nach Umbenennung

Der findige Brathendl-Verkäufer nannte daraufhin sein Restaurant "chaLouisvui tondak" und versicherte, damit der Aufforderung nachgekommen zu sein. Doch weder Louis Vuitton noch das Gericht folgten Kims Argumentation.

Auf eine erneute Klage des Konzerns befand der zuständige Richter laut "Korea Times", dass der Name - laut ausgesprochen - immer noch stark an die Luxusmarke erinnerte. Er muss nun für jeden Tag, an dem er den neuen Namen nutzte, Entschädigung zahlen.

(tak/afp)
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