Sängerin beklagt Doppelmoral: Madonna frustriert über "Intoleranz" in den USA
zuletzt aktualisiert: 18.04.2003 - 09:37New York (rpo). US-Superstar Madonna ist über die politischen Verhältnissen in ihrem Heimatland zunehmend frustiert. Vor allem die politische "Intoleranz" beklagt sie.
Die Sängerin sagte in einer Sondersendung des Senders VH1, es sei schon ironisch, für die Demokratie im Irak zu kämpfen und zu Hause nicht demokratisch zu handeln. "Jeder, der etwas gegen den Golfkrieg, gegen den Präsidenten oder irgendetwas anderes sagt, wird bestraft: Das ist keine Demokratie, das ist die Intoleranz der Menschen," sagte die Sängerin vor der Ausstrahlung der entschärften Version ihres neuen Videos zu ihrem Song "American Life".
Die 44-Jährige hatte den ersten Videoclip zu ihrem neuen Album anfangs des Monats aus Respekt für die amerikanischen Streitkräfte im Irak zurückgezogen. In dem Film werden unter anderem die Schrecken des Krieges gezeigt und Madonna tanzt in einer Armeeuniform. Die entschärfte Version, die am Mittwoch erstmals auf VH1 ausgestrahlt wurde, zeigt Madonna immer noch in Uniform, doch im Hintergrund werden abwechselnd die Flaggen verschiedener Staaten gezeigt.
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