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Raleigh
"Matthew" verursacht Milliarden-Schäden

Raleigh. In den USA starben mindestens 14 Menschen, auf Haiti mindestens 470.

Die Zahl der durch den Hurrikan "Matthew" ums Leben gekommenen Menschen im US-Staat North Carolina ist nach Angaben von Gouverneur Pat McCrory von drei auf sieben gestiegen. Insgesamt riss der Wirbelsturm in den USA damit bislang 14 Menschen in den Tod - in Florida gab es vier Todesopfer, in Georgia drei. McCrory sagte, in seinem Staat habe der Hurrikan große Schäden verursacht. Er bat die US-Regierung deshalb um Bundeshilfen. Rettungskräfte sind demnach nicht nur in Küstenregionen, sondern auch im Landesinneren im Einsatz. "Der Sturm ist für North Carolina noch nicht vorbei", sagte der Gouverneur über "Matthew", der vom US-Hurrikanzentrum gestern zwar nicht mehr als Hurrikan eingestuft wurde, aber als einer der stärksten je gemessenen Stürme in den USA gilt.

Das Zentrum des Wirbelsturms hatte am Samstag nördlich von Charleston im US-Staat South Carolina amerikanischen Boden erreicht. Die Zerstörungen durch Hurrikan "Matthew" in den USA dürften die Versicherungsbranche nach Schätzung von Experten eine Milliardensumme kosten. Der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister CoreLogic beziffert die versicherten Schäden an Wohn- und Gewerbegebäuden auf etwa vier bis sechs Milliarden US-Dollar (3,6 bis 5,4 Milliarden Euro), wie er mitteilte.

Auf seinem Weg gen Norden hatte der Hurrikan besonders auf der Insel Hispaniola gewütet und vor allem den bitterarmen Karibikstaat Haiti getroffen. Allein in einem südwestlichen Bezirk kamen nach noch immer vorläufigen Angaben mindestens 470 Menschen ums Leben, wie der Zivilschutz mitteilte. Die haitianische Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer bis Dienstag an. Diskotheken und andere Etablissements sollten geschlossen bleiben, die Flaggen auf halbmast gesetzt werden. Papst Franziskus sprach den Menschen im Katastrophengebiet sein Mitgefühl aus.

"Matthew" hat Häuser einstürzen lassen, Bäume umgerissen, Straßen und Felder überflutet. "In der Region sind 80 Prozent der Häuser zerstört oder schwer beschädigt. Die Menschen haben alles verloren", sagt der Projektkoordinator des Arbeiter-Samariter-Bundes, Alexander Mauz, der vor Ort ist.

(ap)
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