Schauspieler brach in Riga zusammen: Maximilian Schell auf Intensivstation
zuletzt aktualisiert: 27.08.2000 - 11:37Riga/Moskau (dpa). Der Schweizer Schauspieler Maximilian Schell ist bei einem Filmfestival in der lettischen Hauptstadt Riga zusammengebrochen und liegt auf der Intensivstation einer Klinik. Dem 69 Jahre alten Oscar-Preisträger sei es bei der Eröffnung des Festivals "Baltische Perle" am Freitagabend plötzlich übel geworden, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax am Samstag. Er wurde in einem Krankenwagen abtransportiert.
Die Mediziner hätten eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse festgestellt, sagte die behandelnde Ärztin Vija Raudzena der dpa am Abend. "Sein Zustand ist ernst, aber Maximilian Schell schwebt nicht in Lebensgefahr." Eine Operation sei nicht umgehend erforderlich, hieß es, Schell müsse aber mindestens einen Monat im Krankenhaus bleiben.
"Es ist keine Katastrophe, aber die Situation ist ernst, und wir waren alle sehr aufgeregt", sagte Schells russische Ehefrau Natalja Andrejtschenko. Der Schauspieler, Autor und Regisseur war Stargast des Festivals in der baltischen Republik Lettland. Er sollte dort eigentlich als "größter Schauspieler des Jahrtausends" geehrt werden. Das Filmfestival in Riga dauert noch bis zum 31. August. Präsident der diesjährigen Jury ist der österreichische Schauspieler Klaus Maria Brandauer.
Der 1930 in Wien geborene Maximilian Schell wurde als Schauspieler in Filmen wie "Der Rosengarten" oder "Das Urteil von Nürnberg" bekannt. Für seine Rolle als Ankläger in diesem Streifen erhielt Schell 1961 einen Oscar als bester Darsteller. Regie führte er unter anderem in der Dürrenmatt-Verfilmung "Der Richter und sein Henker". Schell feierte Triumphe nicht nur in Europa, sondern auch in Hollywood und Moskau. Er schrieb Stücke wie "Herostrat" (1966) und wurde Regisseur an internationalen Bühnen.
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