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Heidelberg
Mehr als 120.000 Tote durchs Rauchen

Heidelberg. 13,5 Prozent aller Todesfälle sind in Deutschland auf Tabakkonsum zurückzuführen.

Im Jahr 2013 sind in Deutschland etwa 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens gestorben. 13,5 Prozent aller Todesfälle waren somit auf Tabakkonsum zurückzuführen. Dies teilte das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg mit bei der gestrigen Vorstellung des Tabakatlas 2015.

Dieser offenbart, dass der Raucheranteil in der Bevölkerung seit einiger Zeit sinkt: von 28,8 Prozent im Jahr 1992 auf 24,5 Prozent 2013. Allerdings werde das erst in etlichen Jahren zu einer merklich geringeren Sterblichkeit infolge des Rauchens führen, teilten die an der Studie beteiligten Forscher mit. Auffällig sind die regionalen Unterschiede mit einem Nord-Süd-Gefälle: Die wenigsten durch Tabakkonsum bedingten Todesfälle bei Männern gab es in Baden-Württemberg (17,4 Prozent) und Bayern (17,6 Prozent), bei Frauen in Sachsen (4,4 Prozent) und Thüringen (5,3 Prozent). Die meisten bei beiden Geschlechtern in Bremen (Männer: 22,9 Prozent, Frauen: 10,6 Prozent) und in Berlin (22,6 und 10,9 Prozent). Für NRW nennt die Studie 21 und 9,4 Prozent.

Gleichzeitig erfuhr das Rauchen einen sozialen Wandel. Es verlagerte sich von den höheren in die niedrigeren Schichten. Dies ist bei Männern jedes Alters ausgeprägt, bei Frauen lediglich in der Altersgruppe von 30 bis 64 Jahre. Auch Jugendliche mit niedrigem sozialen Status rauchen häufiger als Gleichaltrige mit hohem sozialen Status.

(emy)
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