"Mindestens" 355 Tiere: Mehr Berg-Gorillas in Afrika trotz Kriege und Wilderer
zuletzt aktualisiert: 24.01.2001 - 16:40Paris (dpa). Die Zahl von Berggorillas in Zentralafrika hat trotz Kriegen und Konflikten in den letzten zehn Jahren um etwa zehn Prozent zugenommen. In der Grenzregion zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo sei ihre Zahl in diesem Zeitraum von 320 auf "mindestens" 355 Tiere angestiegen, sagte der Tierforscher Jose Kalpers des internationalen Gorilla-Schutzprogramms am Mittwoch in Paris.
Das Vulkan-Gebiet Virunga, wo sich die Gorillas vorzugsweise aufhielten, sei lange Jahre Zufluchtsregion verschiedener bewaffneter Gruppen gewesen. Soldaten hätten seit 1989 etwa 50 dieser größten Menschenaffen getötet, doch insgesamt seien nicht so viele Tiere Wilderern zum Opfer gefallen, wie anfangs befürchtet, sagte der Tierforscher. Zurückzuführen sei diese gute Nachricht auch auf den unermüdlichen Einsatz lokaler Jagdhüter. Dennoch bleibe diese Tierart wegen Wilderei, bewaffneter Konflikte und Abholzung immer noch vom Aussterben bedroht.
Zum Schutzprogramm gehören der Internationale Gorilla-Fonds der berühmten Forscherin Diane Fossey sowie der WWF (World Wide Fund for Nature). Weltweit leben nach Schätzungen der Tierforscher etwa 650 Berggorillas.
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