1200 Tote in Burkina Faso: Meningitis-Epidemie in Westafrika
zuletzt aktualisiert: 12.04.2001 - 10:28Nairobi/Ouagadougou (rpo). Eine Meningitis-Epidemie mit katastrophalen Ausmaßen grassiert in Westafrika. Seit Beginn des Jahres sind ihr allein in Burkina Faso 1.200 Menschen zum Opfer gefallen - hauptsächlich Kinder.
Die Hirnhautentzündung hat in den vergangenen Woche bereits mehrere Hundert Menschenleben in der Region gefordert. Burkina Faso ist neben Benin und Nigeria am stärksten von der Epidemie betroffen.
Im Nordwesten Nigerias starben nach Informationen der Gesundheitsbehörden in den vergangenen Wochen mindestens 200 Kinder durch Meningitis. Die meisten von ihnen stammten aus der Stadt Kano. Nach Angaben internationaler Helfer soll sie zur Epidemie-Zone erklärt werden.
Die Meningitis tritt in dieser Region immer wieder saisonbedingt auf. Der so genannte "Harmattan", ein trockener Sahara-Wind begünstigt die Verbreitung der Krankheit jedes Jahr zwischen Dezember und Februar. 1996 starben bei einer Meningitis-Epidemie mehrere Tausend Menschen in ganz Westafrika.
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