Rettungsrouten werden überprüft: Mexiko fürchtet starken Vulkanausbruch
zuletzt aktualisiert: 05.11.2000 - 12:22Mexiko-Stadt (dpa). Die mexikanischen Vulkanologen fürchten einen stärkeren Ausbruch des rund 70 Kilometer südöstlich der Hauptstadt gelegenen Popocatepetl. Als Vorsichtsmaßnahme wurde am Samstag die unmittelbare Gefahrenzone von sieben auf zehn Kilometer rund um den Krater ausgeweitet. Die vorgesehenen Rettungsrouten und Notherbergen wurden auf ihren Zustand überprüft.
Wie der Beauftragte für Katastrophenschutz des Innenministeriums, Oscar Navarro, der Presse mitteilte, hat sich in dem Krater ein neuer Lavadom gebildet, der die natürlichen Gasaustrittskanäle verstopft. Dadurch staue sich gefährlicher Druck auf.
Der 5 452 Meter hohe, bei schönem Wetter weithin sichtbare Popocatepetl (Nahuatl für "Rauchender Berg") ist bereits seit Jahren aktiv. Seit einem ersten Ausbruch am 21. Dezember 1994 ist der Zugang gesperrt. Ende April 1996 wurden fünf Bergsteiger, die trotz des Verbotes hinaufgestiegen waren, von glühendem Gestein erschlagen. Ende Juni 1997 schleuderte eine außerordentlich starke Explosion Asche bis ins Zentrum von Mexiko-Stadt.
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