Autowerkstatt muss neun Millionen Dollar zahlen: Millionenentschädigung nach Unfall mit Ford Explorer
zuletzt aktualisiert: 06.02.2002 - 19:51Barstow (rpo). Ein kalifornisches Ehepaar, das sich 1997 mit seinem Ford Explorer überschlagen hatte wird eine Entschädigung in Höhe von 14,9 Millionen Dollar (17 Millionen Euro) erhalten. Bei dem Unfall wurde die schwangere Frau gelähmt, verlor ihr Baby, ihr Mann erlitt schwere Beinverletzungen.
Nach einem Bericht der "Los Angeles Times" vom Mittwoch einigten sich die Kläger mit einer Autowerkstatt, die den Gebrauchtwagen verkaufte. Die Werkstatt wird über neun Millionen Dollar zahlen. Für die restliche Summe kommt die Straßenbehörde Caltrans auf.
Ein Gericht im kalifornischen Barstow war in der vergangenen Woche zu dem Schluss gekommen, dass Ford für den Unfall nicht zur Verantwortung gezogen werden könne. Die Schadensersatz-Forderung der Kläger gegen den zweitgrößten Autohersteller der Welt wurde abgewiesen. Zugleich urteilten die Geschworenen jedoch, dass das Design und die Bauweise des Explorer-Modells fehlerhaft sei. Wegen eines höheren Schwerpunktes, der geringen Fahrzeugbreite und einer fehlerhaften Aufhängung sei das Modell überschlaggefährdet.
Der Unfall sei jedoch auf fehlerhafte Reparaturarbeiten einer Werkstatt zurückzuführen, urteilte das Gericht. Nach einer Kollision mit einer Betonmauer hatte sich das Fahrzeug überschlagen. Das Ehepaar war zum Zeitpunkt des Unfalls nicht angeschnallt.
Seit August 2000 kämpft Ford auch mit Klagen und Anschuldigungen wegen reifenbedingter Sicherheitsmängel an seinen Fahrzeugen. Der Reifenhersteller Bridgestone hatte mehr als 6,5 Millionen Firestone- Reifen, mit denen der Explorer ausgestattet wurde, zurückgerufen. Ford ersetzte später 13 Millionen Reifen der Marke Firestone Wilderness AT. Nach Angaben der US-Regierung sollen mehr als 200 Menschen durch fehlerhafte Reifen, zumeist in Ford-Fahrzeugen, ums Leben gekommen sein.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







