Noch elf Menschen vermisst: Mindestens 25 Tote nach Hurrikan in Mittelamerika
zuletzt aktualisiert: 10.10.2001 - 16:47Mexiko-Stadt/Belmopan (rpo). Der Hurrikan "Iris" hat in Mittelamerika vermutlich mehr als 25 Menschen getötet. Am stärksten betroffen war der zum britischen Commonwealth gehörende Kleinstaat Belize, wo bis zum Mittwoch 13 Tote gezählt und elf Menschen noch vermisst wurden.
Wie das Außenministerium in Belmopan mitteilte, wurden im Süden des Landes mindestens 8000 Menschen obdachlos. Die Opferzahlen könnten sich noch erhöhen.
Bei elf der Toten handelt es sich um Touristen aus den USA, die am Montag vor der Küste des Ortes Big Creek im Wirbelsturm Schiffbruch erlitten. Angaben der Behörden zufolge hatten sich die Ausflügler geweigert, an Land zurückzukehren und sich in Sicherheit zu bringen. Sie hätten unbedingt "den Nervenkitzel eines Hurrikans erleben wollen", sagte eine Sprecherin des Ministerium.
In Belize starben außerdem zwei Menschen in dem Ort Punta Gorda an Herzinfarkten. Die ganze Region südlich von Punta Gorda wurde zur Katastrophenzone erklärt. Bäume waren entwurzelt, Hausdächer abgedeckt, Strom- und Telefonmasten umgeknickt und Straßen unterbrochen worden. In einigen Dörfern seien mehr als 90 Prozent der Häuser zerstört worden, hieß es.
Im benachbarten Guatemala wurden in der Nordprovinz Peten zwei Menschen von Bäumen erschlagen. Mindestens 50 Familien wurden obdachlos, weitere 300 Wohnhäuser beschädigt. Bereits zu Beginn seines Weges durch die Karibik hatten am Samstag in der Dominikanischen Republik drei Menschen durch den Wirbelsturm ihr Leben verloren. Am Dienstag löste sich der Sturm über Südmexiko weitgehend auf, alle Hurrikan-Warnungen in Guatemala, Mexiko, Belize und Honduras wurden aufgehoben.
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