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Modezirkus in Paris
Das waren die Highlights der Fashion Week

Fashion Week: Das sind die schrägsten Looks aus Paris
Fashion Week: Das sind die schrägsten Looks aus Paris FOTO: dpa, jw pro
Düsseldorf. Die Pariser Fashion Week ist der Höhepunkt und das Finale aller internationalen Modewochen. Das Who is Who der Modebranche traf sich jetzt zur Präsentation der neuen Kollektionen. Was die größten Trends sind und wer am meisten überraschte - der Überblick. Von Annika März

Ein elitärer Kreis aller Fashion-Victims dieser Welt versammelte sich bis Mittwoch in der französischen Metropole. Grund dafür waren die inszenierten Herbst/Winter Kollektionen 2016/2017 der größten Genies der Branche. Sollte man meinen. Aber wenn wir mal ehrlich sind, dann geht es auf den Modewochen schon lange nicht mehr um die Kleidung, sondern viel mehr um die Show vor der Show. Der Besuch auf der Fashion Week soll sich schließlich auch für das eigene Image lohnen. Modeschöpfer wie Lagerfeld besannen sich in diesem Jahr erstmals auf den Urspung der Schauen.

"Front Row Only"

Mit diesem Motto lockte Lagerfeld alles, was Rang und Namen hat, zu seiner Chanel Show, die zweifelsohne das Highlight der Pariser Woche ist. Damit sich die efrigen Einkäufer und Blogger nicht um die begehrten Plätze in der ersten Reihe streiten mussten, verwandelte er den gesamten Grand Palais zur Front-Row. Wie er das gemacht hat? Die Stühle auf der Show waren alle nebeneinander zu breiten Gängen aufgestellt, wie bei den traditionellen Schauen von früher. Pfiffig, Karl! Der Grand Palais glich einem schlichten Salon. Seine eigenen Inszenierungen der vergangenen Jahre, als er einen Supermarkt oder einen Flughafen nachstellte, hätte unser deutscher Exportschlager ohnehin kaum mehr toppen können. 

King Karl mit seinem Patenkind Hudson. FOTO: afp, ql

Riesige Perlenketten und Broschen gaben der Kollektion - wie immer- einen Hauch von Coco aus den 20ern. Im Gegensatz dazu wirkten die Kombination aus grellem Pink und Denim oder die mit Nieten besetzten Strickkleider jungendlich und modern.

Was wir vom Modezirkus lernen können

Trends kommen und gehen nirgends so schnell wie in der Modewelt. Und wenn es nichts Neues gibt, wird etwas Altes neu erfunden. Letzteres hat sich auch bei dieser Fashion Week und vor allem bei Nicolas Ghesquières für Louis Vuitton bewährt. Ein Material dominiert bei seiner Kollektion: das Lackleder. Seine Bikerjacken erinnern an eine Neuauflage der Motocross-Jacken aus den 90er und frühen 00er Jahren. Der Biker-Look bleibt also - wie auch in der letzten Saison - voll im Trend.

Das Gleiche gilt für alles, was oversized ist. Louis Vuitton zeigte etliche Oberteile im T-Shirt-Schnitt mit ausgestellten, weiten Ärmeln. Chloé kreierte übergroße Capes und bewies, dass wir auch an diesem Trend weiter Freude haben werden. Bei Miu Miu entwarf Miuccia Prada verschiedenste Variationen aus Jeansstoff. Ob klassisch als Jacke, Hemd, oder Mantel, Denim never dies. Zu guter Letzt bleibt uns natürlich noch der Evergreen des Modeolymps: der Aninmal-Print. Den tierisch schönen Look gab es vor allem auf dem Laufsteg von Dries Van Noten zu sehen. 

Von New York über London und Mailand fand der vierwöchige Schauen-Marathon in Paris seinen Höhepunkt. Alle Modefans unter der Sonne müssen sich jetzt tapfer bis zum Herbst gedulden - denn erst dann werden die Entwürfe für den Frühling/Sommer 2017 vorgestellt, und der ganze Zirkus beginnt von vorne.

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