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Wuppertal
Mord an sechsfacher Mutter: Opfer erhielt SMS-Drohungen

Wuppertal. Der Prozess gegen den Ehemann und vier Familienangehörige im Fall der verschwundenen Hanaa S. ist vor dem Landgericht Wuppertal mit der Vernehmung des Leiters der Mordkommission fortgesetzt worden. Der Kriminalbeamte berichtete der Strafkammer von Blutspuren, einer stark beschädigten Badezimmertür und ausgerissenen Haarbüscheln, die in der Solinger Wohnung der sechsfachen Mutter gefunden wurden: "Es kam der Verdacht, dass die Frau die Räumlichkeiten nicht freiwillig verlassen hat."

Die Wohnung war durchsucht worden, nachdem der neue Lebensgefährte der 35-jährigen Irakerin sie als vermisst gemeldet hatte. Der Beamte schilderte zudem eine Aussage einer Nachbarin, die einen "ungewöhnlichen Teppichtransport" beobachtet hatte. Zudem berichtete er von Bedrohungen, die das spätere Opfer über das Handy bekommen hatte. Eine SMS sei formuliert gewesen mit den Worten "Du wirst geschlachtet wie ein Esel".

Weitere Handy-Ortungen im Familienkreis führten letztlich nach Baden-Württemberg, wo die Polizei die immer noch nicht gefundene Leiche der Vermissten vermutet. Weil die Ermittler aus Gründen des Datenschutzes nicht alle Daten vom Provider zur Verfügung gestellt bekamen, konnte das Gebiet nur auf einen Bereich von zehn mal zehn Kilometern beschränken.

(aki / gra)
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