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Washington
Mord an TV-Journalisten entfacht Waffen-Debatte neu

Mord in Virginia an TV-Journalisten entfacht Waffen-Debatte neu
FOTO: afp, ljm/kb
Washington. Die tödlichen Schüsse auf zwei TV-Journalisten in Virginia haben die Debatte über den Umgang mit Waffen in den USA neu entfacht. US-Präsident Barack Obama sagte, durch solche Verbrechen würden in seinem Land mehr Menschen sterben als durch Terrorismus. "Es bricht mir jedes Mal das Herz, wenn ich so etwas lese oder sehe", sagte Obama in einem Interview des Senders WPVI.

Zwei TV-Journalisten des Senders WDBJ7, Alison Parker (24) und Kameramann Adam Ward (27), waren am Mittwoch vor laufender Kamera während eines Interviews erschossen worden, allem Anschein nach von einem früheren Kollegen. Der Täter starb wenige Stunden später an Schussverletzungen, die er sich kurz vor seiner Festnahme selber zugefügt hatte. Die Polizei gab den Namen mit Vester L. Flanagan an. Für den Sender WDBJ7 hatte er unter dem Namen Bryce Williams gearbeitet. 2013 wurde er gefeuert.

Die Motive Flanagans sind weiter unklar. Er hatte dem Sender ABC ein 23-seitiges Schreiben geschickt, in dem die Rede von einem "Rassenkrieg" ist und davon, dass er als Schwarzer und Homosexueller Anfeindungen ausgesetzt gewesen sei.

(dpa)
 
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