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Mosbach/München
Mutter lässt Baby in Neckar fallen

Mosbach/München. Ein zehn Monate altes Baby ist in Baden-Württemberg in den Neckar gefallen und ertrunken. Wie die Polizei in Heilbronn mitteilte, versuchte die 21 Jahre alte Mutter zwar noch, ihr Kind zu retten. Sie ging aber ebenfalls unter. Zwei Männer zogen die junge Frau, die nicht schwimmen konnte, noch rechtzeitig in Mosbach-Neckarelz aus dem Wasser. Der Junge konnte wenig später aus dem Fluss geborgen, aber nicht mehr gerettet werden. Die 21-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht. Wie genau es zu dem Unfall kam, sei noch unklar, sagte ein Sprecher der Polizei. Eine Zeugin habe ausgesagt, dass die Frau das Kind auf dem Arm trug und telefonierte.

Bei Düsseldorf-Volmerswerth wurde gestern Nachmittag eine Person im Rhein gesucht. 60 Rettungskräfte, unterstützt von drei Hubschraubern, waren auf dem Wasser und am Ufer beteiligt. Nach etwa zwei Stunden wurde der Vermisste gefunden, reanimiert und in die Uniklinik gebracht. Ausflüge ans Wasser bei hochsommerlicher Hitze haben mehrere Menschen in Deutschland seit Freitag das Leben gekostet. Drei Badeopfer waren Senioren, zwei von ihnen starben in der Ostsee. Ein 80 Jahre alter Mann ertrank im Hämelsee in Niedersachsen. Ein 19-Jähriger wurde am Freitagabend in Hamburg leblos aus der Elbe gezogen. Er war am Elbstrand ins Wasser gestiegen und untergegangen, wie ein Polizeisprecher sagte.

In Österreich sind ein Bergsteiger und ein Kletterer aus Bayern tödlich verunglückt. Vier weitere wurden bei Unfällen schwer verletzt. Vor den Augen seiner Frau stürzte am Samstag ein 42 Jahre alter Bergsteiger aus dem Landkreis München in den Tod. Der Mann verlor im Tennengebirge im Salzburger Land den Halt und fiel erst zehn Meter tief über einen Felsen und dann etwa 100 Meter durch grasiges Gelände. Er starb noch an der Unglücksstelle. Am Schneefernerkopf in Tirol fanden Kletterer am Samstag die Leiche eines jungen Mannes. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Toten um einen 17-Jährigen aus dem Landkreis Dachau handelt. Der Jugendliche war am Freitag allein zu einer Klettertour aufgebrochen. Er stürzte offenbar aus zehn Metern Höhe ab.

Einen 200-Meter-Sturz durch felsiges Gelände überlebte ein 55-Jähriger in Tirol. Zudem stürzten drei Gleitschirmflieger in den Alpen ab und verletzten sich schwer.

(dpa)
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