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Denver
Mutter reißt ihren Sohn aus Maul eines Pumas

Denver. Ein fünfjähriger Junge hat dank beherzten Eingreifens seiner Mutter im US-Staat Colorado einen Pumaangriff überlebt. Mit bloßen Händen habe sie ihr Kind aus dem Rachen der Raubkatze befreit, teilten die Behörden mit. Demnach spielte der Junge am Vortag mit seinem Bruder im Vorgarten der Familie nahe des Ferienorts Aspen, als die Mutter plötzlich Schreie hörte. Sie sei hinausgerannt, habe ihren Sohn mit dem Tier ringen sehen und sei ihm zu Hilfe geeilt, sagte Hilfssheriff Michael Buglione.

Die Frau habe berichtet, dass der Puma über ihrem Kind gekauert habe. "Sie packte eine Pfote und hob sie auf, steckte ihre rechte Hand in dessen Maul, um den Jungen herauszuziehen", schilderte Buglione. Die Raubkatze habe sich dann davongemacht. Der Junge trug tiefe Wunden an Gesicht, Kopf und Hals davon und wurde laut der Polizei in eine Klinik in Denver eingeliefert. Seine Mutter wies Beißspuren an ihren Händen und Kratzwunden am Bein auf, wurde behandelt und später entlassen. Der Zustand des Jungen wurde in einer ersten Mitteilung als gut beschrieben.

Das Alter des mutmaßlich für den Angriff verantwortlichen Pumas wurde auf rund zwei Jahre geschätzt, somit war er nicht voll ausgewachsen. Binnen Stunden nach der Attacke wurden zwei Pumas in der Region von Behördenvertretern getötet. Die Kadaver wurden untersucht, um zu klären, ob die Raubkatzen hungrig, krank oder schlicht zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort waren, wie es hieß. In Colorado sind rund 4500 Pumas beheimatet. Manche Exemplare zieht es mitunter auf der Suche nach Nahrung in urbane Gegenden. Seit 1990 wurden drei Menschen durch Pumaangriffe in dem Staat getötet, 18 wurden verletzt.

(ap)
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