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Brüssel
Nach dem Wind kommt jetzt die Wärme

Brüssel. Orkantief "Nannette" hat sich am Wochenende vor allem über England, Frankreich und Belgien ausgetobt, Deutschland bekam nur die Ausläufer zu spüren. Allerdings wurden im Nordwesten Sturmböen bis 85 km/h gemessen. In weiten Teilen Belgiens tobten gestern Unwetter mit Windgeschwindigkeiten bis zu 100 km/h pro Stunde. Zahllose Anrufe überlasteten die Notrufnummern. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, wegen Sachschäden nicht mehr die Nummer 112 zu wählen, sondern direkt die örtliche Feuerwehr zu kontaktieren. In der Region Antwerpen verletzte ein umstürzender Baum einen Jugendlichen. In der rund 140 Kilometer von Aachen entfernten Stadt wurde eine Frau durch ein herabstürzendes Baugerüst schwer verletzt. In Brüssel war der Bahnverkehr beeinträchtigt.

An der französischen Atlantikküste blieben gestern etwa 112.000 Haushalte ohne Strom. Eine Autofahrerin wurde schwer verletzt, als sie gegen einen umgestürzten Baum fuhr, wie der Sender France Info berichtete. Die Windböen erreichten teilweise eine Geschwindigkeit von 165 Kilometern in der Stunde und zogen dann ins Innere des Landes. Mindestens zwei weitere Menschen wurden verletzt.

Bei schwerem Seegang ist vor der Küste Südenglands ein Frachtschiff mit einem Lastkahn zusammengestoßen und auf einer Sandbank auf Grund gelaufen. Die Küstenwache schickte Hubschrauber, um die 23 Besatzungsmitglieder des Frachters in Sicherheit zu bringen. Boote der Küstenwache und Seenotrettung waren ebenfalls vor Ort.

Auf das vielerorts stürmische Wochenende folgt hierzulande eine Woche mit milden Temperaturen in ganz Deutschland - und deutlich weniger Wind. Das Thermometer steigt auf frühlingshafte zehn bis 15 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Dazu gibt es einen Mix aus Sonne und Wolken. Zum ersten Adventswochenende kommt kältere Luft nach Deutschland, richtig winterlich wird es aber noch nicht. Die Tageshöchstwerte liegen dann bei fünf bis zehn Grad.

(dpa/RP)
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