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Wiesbaden
Neue Zeugenhinweise zu Schwalbacher Serienmörder

Wiesbaden. Im Fall des mutmaßlichen Serienmörders Manfred S. sind nach einem großen Zeugenaufruf erste "möglicherweise erfolgversprechende" Hinweise bei der Polizei eingegangen. Eine heiße Spur sei jedoch bislang nicht dabei, sagte der leitende Ermittler der Sonderkommission "Alaska", Frank Herrmann, in Wiesbaden. Es gebe Hinweise, die "einigermaßen konkret" seien. Die Zahl der Zeugen, die sich meldeten, sei "nicht schlecht", aber "nicht überwältigend".

Die Polizei bringt den 2014 gestorbenen Manfred S. aus Schwalbach am Taunus mit bis zu zehn Tötungsdelikten in Verbindung, darunter auch mit dem Mord an dem Jungen Tristan aus Frankfurt-Höchst 1998. Als ziemlich sicher gilt, dass S. die Prostituierte Britta D. tötete. Die Tochter hatte deren zerstückelte Leiche in der Garage des Vaters entdeckt, als sie nach dessen Tod aufräumte. Die Frau war vermutlich seit zehn Jahren tot.

Die Vernehmungen aus dem persönlichen Umfeld des 67-Jährigen hätten nahezu nichts ergeben, da er ein perfektes Doppelleben geführt habe, sagte Herrmann. "Wir wollen und müssen jetzt Leute finden, die möglicherweise die andere Seite im Leben von Manfred S. kennen und nicht die Heile-Welt-Seite."

(dpa)
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