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Dormagen
Neuer Trojaner verbreitet sich über Bewerbungen

Dormagen. Von einem besonders ausgeklügelten Computer-Virus ist ein Jugendzentrum in Dormagen betroffen. Nachdem ein Mitarbeiter des "Raphaelshaus" ein unauffälliges Bewerbungsschreiben mit österreichischem Absender geöffnet hatten, war der PC lahmgelegt. Lediglich ein Totenkopf flimmerte noch über den Bildschirm.

Die Masche: Das angebliche Bewerbungsschreiben, das mit persönlicher Anschrift versehen wurde, war bei dem Cloud-Speicherdienst "Dropbox" hinterlegt, weil die Datei angeblich zu groß sei, um sie als E-Mail-Anhang zu versenden. Als Programm-Symbol haben die unbekannten Täter das Icon eines bekannten Pack-Programms gewählt, um kein Misstrauen zu wecken. Das "Raphaelshaus" hatte jedoch Glück im Unglück. "Der Virus hat sich zum Glück nicht auf das gesamte Netzwerk übertragen - so muss lediglich die Festplatte ausgetauscht werden", sagt Sascha Hesch, Leiter der Verwaltung des Jugendhilfezentrums. Er rechnet mit einem Schaden von ein paar Hundert Euro. Das Zentrum erstattete Anzeige gegen unbekannt.

Spätestens seit der Cyber-Attacke auf das Neusser Lukaskrankenhaus Mitte Februar sind Unternehmen im Rhein-Kreis Neuss sensibilisiert. Der Virus hatte das IT-Netzwerk der Klinik für mehrere Tage lahmgelegt und einen Gesamtschaden von rund 750.000 Euro verursacht.

(jasi)
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