Mario Adorf hatte Angst vor einer Rolle: Neues aus der Promi-Szene
zuletzt aktualisiert: 28.12.2001 - 15:11Los Angeles (rpo). Neues aus der bunten Welt der Promis: Mario Adorf hatte erstmals Angst vor einer Filmrolle, Gotthilf Fischer will auf jeden Fall wieder zur Love Parade.
Stephen Bing, Film-Produzent und Exfreund von Elizabeth Hurley, hat das britische Boulevardblatt "Mirror" auf zehn Millionen Dollar Schadenersatz verklagt. Die Zeitung hatte Bings Telefonnummer veröffentlicht und die Leser aufgefordert, Bing die Meinung zu sagen, weil dieser angezweifelt hatte, der Vater von Hurleys Baby zu sein. Später wurde das Konterfei des Produzenten mit der Zeile "Bing Laden - gesucht wegen Verbrechen an Frau Elizabeth Hurley" veröffentlicht.
Bings Anwalt erklärte, sein Mandant habe danach Morddrohungen erhalten. Der Hollywoodproduzent hatte im November nach 18-monatiger Beziehung zu Hurley erklärt, er könne nicht der Vater ihres Kindes sein, da beide keine "exklusive Beziehung" geführt hätten, als Hurley schwanger wurde. Die 36-Jährige, die zuvor mit Hugh Grant liiert war, erklärte daraufhin, sie sei sehr verletzt durch Bings Äußerungen. Sie habe ihn sehr geliebt und sei ihm treu gewesen.
Clint Eastwood holt Tochter aus dem Krankenhaus
Vancouver (AP) Schauspieler Clint Eastwood hat seine Tochter aus dem Krankenhaus abgeholt. Die achtjährige Francesca wurde wegen einer leichten Rauchvergiftung behandelt, die sie sich an Weihnachten zugezogen hatte. Das Haus ihrer Mutter, Eastwoods Exfreundin, war am Dienstag in Brand geraten. Frances Fisher und ihre Tochter entkamen den Flammen nur knapp. Eastwood flog noch am Dienstag mit einem Privatjet nach Vancouver, am Mittwoch nahm er dann Francesca in Empfang. Ihre Mutter wird noch wegen Verbrennungen zweiten Grades an den Händen behandelt.
Ute Lemper und Erkan Aki bewundern Marlene Dietrich
Berlin (AP) Musicalstar Ute Lemper und der türkische Sänger Erkan Aki bewundern Marlene Dietrich. "Ich bin sehr beeindruckt von ihr", sagte Lemper am Freitag in Berlin. Marlene sei diszipliniert gewesen, habe aber trotzdem ihre Leidenschaften ausgelebt und ausgesprochen, was sie dachte. Besonders beeindruckt sei sie von Marlenes Schnoddrigkeit. Aki sagte, im Orient gebe es keine vergleichbaren Frauen. Er könne sich gut an Dietrich-Filme erinnern. "Was mir am meisten auffiel, waren ihre langen Beine", sagte Aki.
Lemper erzählte, dass sie bereits 1986, als sie in einem Pariser Kabarett große Erfolge feierte, der in der französischen Hauptstadt lebenden Diva einen Brief geschrieben habe. "Ich war damals 22. Es war unfassbar für mich, mit einer solchen Frau verglichen zu werden", erklärte Lemper, die zusammen mit Aki bei der Geburtstagsgala "Marlene hundert" im Berliner Friedrichstadtpalast bis (kommenden) Montag Dietrich-Lieder singt.
Mario Adorf hatte "zum ersten Mal Angst vor einer Rolle"
Hamburg (AP) Mario Adorf hatte nach eigenen Worten zum ersten Mal Angst vor einer Rolle, als er im Sechsteiler "Die Affäre Semmeling" den krebskranken Hamburger Senator Walter Wegener spielen sollte. Er wollte Regisseur Dieter Wedel eigentlich absagen, verriet der 71-Jährige der Zeitung "Bild der Frau".
Die Figur "Beton-Walter" sei nur eine kleine Rolle, sagte Adorf: "Ein Nörgler und Kotzbrocken, der sein politisches Fähnchen in den Wind hängt. Aber viel schlimmer ist: Er ist todkrank, hat Darmkrebs." Das zu spielen, habe ihm Angst gemacht. "So eine Krankheit kann ich nicht spielerisch lösen. Da muss ich weitgehend hineinsteigen, um glaubhaft zu sein. So einfach ist das nicht. Morgens drei Stunden Maske: Ich sah schrecklich aus, von der Chemotherapie gezeichnet. Die Krebsrolle ging mir an die Nieren", sagte Adorf. "Gesundheit ist das Wichtigste überhaupt, die Basis für ein Leben in Würde. Ich möchte nie anderen Menschen zur Last fallen. Ich bin lieber der Starke, Gesunde. Schwach sein fällt mir schwer."
Gotthilf Fischer will wieder zur Love Parade
Mainz (AP) Chorleiter Gotthilf Fischer will auch im kommenden Jahr wieder an der Berliner Love Parade teilnehmen. Im ZDF-Mittagsmagazin sagte der 73-Jährige am Freitag, er hege keinen Groll mehr. Im vorigen Jahr habe ihm bei der Love Parade jemand heimlich Drogen ins Bier geschüttet. "Wer da hingeht, muss mit so etwas rechnen", sagte Fischer.
Er hatte damals gesagt, er habe "überall Blitze" gesehen und am Tag danach im Linzer Dom Herzklopfen und Schweißausbrüche bekommen. "Im Hotel sah ich plötzlich bunte Papageien durch das Zimmer fliegen. Alles drehte sich." Ein Arzt habe ihm gesagt, er habe entweder Ecstasy oder LSD geschluckt.
Das ist jetzt vergessen. Viel wichtiger sei ihm aber die Begegnung mit den vielen, fröhlichen jungen Leuten. Die seien ihm in Berlin nicht mit Vorurteilen begegnet. "Im Gegenteil - die grüßen mich seitdem und kommen in meine Proben", fügte der Chef und Gründer der Fischer-Chöre hinzu. Im Übrigen - "was sind schon 74 Jahre", fragte er; den 74. Geburtstag feiert er am 18. Februar. Es gebe ja schließlich auch schon 20-jährige Schlafmützen. Er selbst fühle sich jung genug für derartige Exkursionen.
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