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NSU-Prozess
Wohlleben scheitert mit Antrag auf Prozess-Aussetzung

NSU-Prozess: Wohlleben scheitert mit Antrag auf Prozess-Aussetzung
Ralf Wohlleben. FOTO: dpa, Marc Müller
München. Der als Terrorhelfer angeklagte Ralf Wohlleben ist mit einem Antrag gescheitert, den NSU-Prozess in München auszusetzen und neu beginnen zu lassen.

Das Oberlandesgericht München wies am Dienstag zudem Vorwürfe seiner Verteidiger zurück, die Strafverfolgungsbehörden würden entlastende Akten zurückhalten. Wohlleben hatte vor der Osterpause außerdem verlangt, das Verfahren gegen ihn abzutrennen und in einem gesonderten Prozess zu verhandeln. Auch das lehnte das Gericht ab.

Im NSU-Prozess ist Wohlleben einer von insgesamt fünf Angeklagten.
Hauptangeklagte ist Beate Zschäpe. Ihr wirft die Bundesanwaltschaft Mittäterschaft bei allen Verbrechen des "Nationalsozialistischen Untergrunds" vor. Dazu gehören vor allem zehn überwiegend rassistisch motivierte Morde. Wohlleben ist wegen Beihilfe zum Mord angeklagt, weil er die wichtigste Mordwaffe vom Typ "Ceska" organisiert haben soll. 

Die für Dienstag geplante Vernehmung eines früheren Mitglieds einer kriminellen Bande aus Jena verzögerte sich zunächst. Wohllebens Verteidiger baten das Gericht darum, sich nach den abgelehnten Anträgen vertraulich beraten zu können. 

(felt/dpa)
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