Satanistischer Hintergrund: Obduktionen soll Erkenntnisse über Dreifach-Selbstmord bringen
zuletzt aktualisiert: 27.08.2001 - 17:24Plauen (rpo). Nach dem gemeinsamen Selbstmord von drei Jugendlichen in Sachsen werden nun von den Obduktionen neue Erkenntnisse erwartet. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Der Selbstmord der 14, 17 und 18 Jahre alten Jugendlichen aus Reichenbach wird mit dem Satanskult in Zusammenhang gebracht. Sie hatten sich am Sonntag von einer 78 Meter hohen Eisenbahnbrücke gestürzt.
Die Jugendlichen hätten zwar satanistische Symbole verwendet, ob sie einer Sekte angehört hätten, sei indessen noch nicht geklärt, sagte Respondek weiter. Es werde immer noch in alle Richtungen ermittelt. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand werde auch weiter der Frage nachgegangen, ob es ein Fremdverschulden am Tod der Jugendlichen gebe. "Noch sind zu viele Fragen offen", sagte der Justizsprecher.
Die jugendlichen Selbstmörder waren in der Nacht zum Sonntag von der 78 Meter hohen Göltzschtalbrücke in den Tod gesprungen. Zwei der Selbstmörder waren mit Stricken am Handgelenk miteinander verbunden. Bei den Toten war ein Abschiedsbrief gefunden geworden, in dem sie sinngemäß angaben, sie seien unzufrieden mit dem Leben und hätten sich etwas Besseres erhofft.
Die 574 Meter lange Göltzschtalbrücke zwischen Reichenbach und Plauen gilt als längste Ziegelsteinbrücke der Welt. In ihrer 150-jährigen Geschichte stürzten sich schon mehrfach Menschen von ihr in den Tod.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







