Familie beklagt Verletzung der Privatsphäre: Osbourne findet sein Leben nicht komisch
zuletzt aktualisiert: 12.06.2002 - 15:18Hamburg (rpo). Komisch findet sich Rockstar Ozzy Osbourne nicht. Auch sein Familienleben sei ganz normal, und da wundert sich der Star, weshalb die Reality Show über sein Leben so gut angekommen ist. Was vielleicht daran liegen könnte, dass er die Hälfte der Drehzeit besoffen war, wie seine Frau verriet.
"Ich sehe mir die Show an, sehe mich selbst und verstehe auch nicht, was daran so komisch ist", sagte er der Zeitschrift "Maxim". "Ich bin ich, und die Leute lachen." Die Leute stellten sich die Osbournes als seltsam vor, "aber wir führen ein ziemlich normales Leben".
Bitter beschwerten sich der Metal-Guru, seine Frau Sharon und die Kinder Kelly und Jack über die Macher der MTV-Serie, die während der sechsmonatigen Dreharbeiten oftmals die Privatsphäre der Familie verletzt hätten. "Sie haben sogar eine Kamera im Schlafzimmer angebracht", sagte Sharon dem Magazin. Zwar habe sie deren Entfernung erzwungen, doch sei die Kamera später heimlich wieder installiert worden.
Die 17-jährige Kelly litt nach ihren eigenen Worten darunter, dass ihre Intimsphäre nicht respektiert wurde. "Ich will nicht, dass die Leute so viel von meinem Privatleben wissen. Es fühlte sich so an, als ob ich meine Seele verkauft hätte." Ozzy ergänzte: "Es muss Grenzen geben, die nicht überschritten werden dürfen. Zum Beispiel, wenn du auf dem Scheißhaus sitzt."
Der bekennende Alkoholiker Ozzy wurde auch während seiner Sauf-Exzesse gefilmt. "Er war etwa die Hälfte der Drehzeit betrunken", sagte Sharon. "Im Allgemeinen kann man sagen, wenn er seine Haare zusammengebunden hatte, war er besoffen."
Ozzy selbst sieht kaum Chancen für einen Entzug. "Ich habe die anonymen Alkoholiker ausprobiert und eine Therapie gemacht. Aber das alles funktioniert bei mir einfach nicht. Ich sitze in diesen beschissenen Räumen und denke: So soll der Rest meines Lebens aussehen?"
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