40.000 Gläubige jubelten: Papst hält Messe in Damaskus
zuletzt aktualisiert: 06.05.2001 - 11:26Damaskus (rpo). Ein sichtbar erschöpfter Papst hat am Sonntag morgen in der syrischen Hauptstadt Damaskus eine Messe unter freiem Himmel gefeiert. Am Abend wird der Kirchenführer als erster Papst in der Geschichte eine Moschee besuchen.
Rund 40 000 Gläubige begrüßten Papst Johannes Paul II. mit langem Jubel. An der Messe in einem Sportstadion nahmen auch orthodoxe Würdenträger teil.
Der Papst, der mit seinem «Papa-Mobil» fuhr, begrüßte die Zuhörer mit dem arabischen Friedensgruß «Salem aleikum» (Friede sei mit euch). Schon seit den frühen Morgenstunden waren die Gläubigen, die aus allen Teilen Syriens und auch aus Ägypten, Jordanien und Libanon angereist waren, in das Abbasid-Stadion geströmt.
Der 80-jährige Kirchenführer machte bei seinem zweiten Besuchstag in Syrien einen sichtbar erschöpften Eindruck. Am Abend will er als erster Papst in der Geschichte eine Moschee besuchen. In der großen Omadschaden-Moschee befindet sich der Überlieferung zufolge eine Reliquie vom Kopf Johannes des Täufers. Die 1 300 alte Moschee in der syrischen Hauptstadt gilt als eines der prächtigsten moslemischen Gotteshäuser der Welt.
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