Vorbildlicher Hörgeräte-Träger: Pech für die Erben: Carell hört besser
zuletzt aktualisiert: 30.05.2001 - 08:51Berlin (rpo). Was hat Showmaster Rudi Carrell mit Ronald Reagan und Königin Silvia von Schweden gemeinsam? Er ist ein vorbildlicher HörgeräteTräger und setzt sich ungezwungen und humorvoll für besseres Hören ein. Dafür gibt es jetzt die "Alexander-Graham-Bell-Medaille". "Seitdem ich das Hörgerät habe, habe ich schon drei Leute aus meinem Testament gestrichen", scherzt Carell.
Das Forum Besser Hören, ein Zusammenschluss deutscher Hörgerätehersteller, und die Fördergemeinschaft Gutes Hören, in der rund 2000 Hörgeräte- Akustiker organisiert sind, verliehen dem TV-Entertainer am Dienstagabend in Berlin die "Alexander-Graham-Bell-Medaille".
Vor drei Jahren noch habe er am häufigsten das Wort "Hä?" benutzt, sagte Carrell. Er habe fast die Hälfte seines Hörvermögens verloren. Die Hörgeräte, die er seitdem trage, hätten ihm "wahnsinnig geholfen", berichtete der aus den Niederlanden stammende Entertainer. "Seitdem ich das Hörgerät habe, habe ich schon drei Leute aus meinem Testament gestrichen", scherzte er. Neben der Medaille aus massivem Gold erhielt Carrell einen Scheck über 20 000 Mark.
"Wir verleihen Ihnen diese Medaille, weil sie mit ihrem persönlichen Beispiel eine breite Öffentlichkeit aufmerksam machen auf Sinn und Nutzen der Versorgung mit Hörsystemen", sagte der Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Gutes Hören, Rainer Schmidt. Etwa 15 Millionen Menschen in Deutschland litten wie Carrell an vermindertem Hörvermögen, nur drei Millionen nutzten jedoch die Chancen der modernen Hörgerätetechnik.
Zu den Höhepunkten in Carrells Fernsehkarriere zählen die Sendungen "Am laufenden Band", "Die Rudi Carrell Show" und "Rudis Tagesshow". Der Preis ist nach dem Schotten Alexander Graham Bell benannt, der dem Telefon zum Durchbruch verhalf. Die Technik der elektrischen Schallübertragung liegt auch Hörgeräten zu Grunde.
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