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Lima
Peru: Mehr als 70 Menschen sterben bei Überflutungen

Lima. Bei schweren Überschwemmungen sind in Peru mindestens 72 Menschen getötet worden. Als ein Grund gilt das Klimaphänomen El Niño. "Das Land erlebt einen seiner schwersten Momente in den vergangenen Jahren, die betroffene Bevölkerung ist weit größer als bei früheren Katastrophen", sagte Kabinettschef Fernando Zavala in Lima. Flüsse wurden zu reißenden Strömen, die Ortschaften verschwinden ließen und Autos mit sich rissen. Menschen bildeten Ketten, um nicht auch mitgerissen zu werden. Rund 572.000 Menschen sind betroffen und mussten zum Teil in Sicherheit gebracht werden.

Auch in der Hauptstadt Lima traten mehrere Flüsse über die Ufer, in vielen Städten gilt der Notstand. 72.000 Menschen verloren bereits ihr Hab und Gut. Wissenschaftler sprechen vom Phänomen eines "Küsten-Niño": Die Meerestemperatur ist bis zu fünf Grad höher als üblich um die Zeit, das führt zu Wetterextremen. Allerdings ist das Phänomen bisher auf den Pazifik vor Peru begrenzt, könnte aber Vorbote sein für ein neues starkes "El Niño"-Phänomen.

(dpa)
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