Leichen einbetoniert: Polizei entdeckt Massengrab in Moskaus Unterwelt
zuletzt aktualisiert: 13.09.2000 - 14:19Moskau (dpa). Ein Massengrab mit sieben einbetonierten Leichen hat die Polizei in Moskau entdeckt. Die Toten - Opfer eines Bandenkrieges in der Unterwelt - lagen unter einer eineinhalb Meter dicken Betondecke. Polizisten hatten das Massengrab bei Ermittlungen gegen verschiedene Banden im Vorort Tschechow in einer Autowerkstatt entdeckt.
Wie die Agentur Interfax am Mittwoch weiter berichtete, waren die Männer vor über vier Jahren von Mitgliedern einer konkurrierenden Bande aus einer Bar entführt und in der Garage mit Kopfschüssen getötet worden. Das Exhumieren der Leichen aus dem Beton hatte länger als eine Woche gedauert.
Bereits vor zwei Jahren hatte eine "Mord-Werkstatt" in Moskau für Schlagzeilen gesorgt. Damals hatten Besitzer und Mechaniker der Autowerkstatt zehn Kunden - ausschließlich Besitzer von Luxusautos - ermordet und die Leichen in den Arbeitsgruben einbetoniert. Die Autos wurden anschließend "umfrisiert" und weiterverkauft.
Derartige Fälle gelten in der Moskauer Unterwelt eher als Ausnahme, da die Polizei in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben das Bandenwesen erfolgreich bekämpft hat. Auch Auftragsmorde an "Geschäftspartnern" sind in letzter Zeit nach Meinung von Beobachtern seltener geworden. Unklar ist, ob der Bombenanschlag in der Unterführung am Puschkin-Platz, bei dem im August 13 Menschen getötet wurden, einen kriminellen Hintergrund hat.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







