Bundesvision Song Contest: Raab sieht sich als Alternative zum Eurovision
zuletzt aktualisiert: 08.02.2006 - 13:35Wetzlar (rpo). "Wir sind eine klare Alternative, nicht die Vorausscheidung für die Vorausscheidung", sagt Entertainer Stefan Raab über seinen Bundesvision Song Contest. Dort werde nicht die Vorauswahl für den Wettbewerb um den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest (ehemals Grand Prix) ermittelt. Raabs Wettbewerb startet am Donnerstag.
Vom Sieger seines Popwettbewerbs könne niemand verlangen, dass er sich anschließend mit Vicky Leandros messen müsse. "Wir machen hier Musik und nicht Comedy", sagte Raab: "Diese Veranstaltung ist bereits das Finale."
2004 war Max Mutzke als Sieger von Raabs Wettbewerb in die Vorausscheidung zum Eurovision Song Contest gekommen, hatte gewonnen und war in Istanbul mit "I can't wait until tonight" auf dem achten Platz gelandet.
Beim Bundesvision Song Contest treten 16 Gruppen und Solisten für ihre Heimatbundesländer an. Im vergangenen Jahr siegte die Gießener Band Juli. "Es geht hier nicht in erster Linie darum, dass der eine den anderen besiegt", betonte Raab. "Man muss nicht Gewinner sein, um hier zu gewinnen." Wichtiger sei, dass sich "musikalisch hochwertige Bands treffen und ein bisschen Spaß dabei haben".
Der Wettbewerb solle eine Plattform für deutsche Musik schaffen. Die erste Veranstaltung dieser Art im vergangenen Jahr habe für die beteiligten Musiker einen enormen Schub gebracht: "Die meisten Bands haben Sprünge in den Charts um 40 bis 50 Plätze nach vorn gemacht", erklärte der TV-Moderator.
Raab kündigte an, dass er den Popwettbewerb zur Dauereinrichtung machen werde. Wenn der Songcontest erfolgreich sei, werde es ihn auch in 50 Jahren noch geben. Bislang würden die teilnehmenden Bands in einer kleinen Runde aus Musikredakteuren und Fachleuten ausgewählt. In Zukunft sei aber auch eine regionale Vorauswahl in den 16 Bundesländern denkbar.
Teilnehmer des Bundesvision Song Contests
ProSieben überträgt den Bundesvision Song Contest ab 20.15 Uhr. Ins Rennen gehen die HipHop-Band Massive Töne (Baden-Württemberg), tiptop, das Zweitprojekt des Sportfreunde-Stiller-Sängers Peter Brugger (Bayern), die Dancehall-Sensation Seeed (Berlin), Revolverheld (Bremen), Ex-Lemonbabies-Sängerin Diane (Brandenburg), OleSoul (Hamburg), Pyranja (Mecklenburg-Vorpommern), eine der wenigen weiblichen Rapperinnen Deutschlands, Marlon (Niedersachsen), Ex-No Angel Nadja Benaissa (Hessen), Reminder (Saarland), Toni Kater (Sachsen-Anhalt), 200Sachen (Rheinland-Pfalz), TempEau mit dem ehemaligen Selig-Sänger Jan Plewka (Schleswig-Holstein), die Trümmer-Pop-Mädels AK4711 (Nordrhein-Westfalen), Die Raketen (Sachsen) und die Gothic-Rockband In Extremo (Thüringen).
Die Zuschauern sollen per Telefon und SMS über den Gewinner entscheiden.
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