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Berlin
Razzia mit 900 Polizisten in Berliner Bordell

Berlin. Berlins größtes Bordell steht nach Erkenntnissen von Staatsanwaltschaft und Polizei in direktem Zusammenhang mit organisierter Kriminalität. Es gehe um die Hinterziehung von Sozialabgaben, Ausbeutung und Gewaltanwendung, sagte Oberstaatsanwalt Andreas Behm. Frauen seien "in Abhängigkeit gehalten und ausgebeutet" worden - mit dem Ziel, größtmöglichen Gewinn zu erwirtschaften. Einer der Vorwürfe sei zudem Menschenhandel. Behm zog einen Vergleich mit dem Mafia-Gangster Al Capone im Chicago der 20er Jahre, der wegen Steuerhinterziehung angeklagt wurde, obwohl sich die eigentlichen Verbrechen auf einer viel heftigeren Ebene abgespielt hatten.

Die Staatsanwälte sagten, es gebe auch direkte Verbindungen zu den Hells Angels. Bei der Razzia mit 900 Polizisten und Zollbeamten wurde Vermögen im Wert von 6,4 Millionen Euro beschlagnahmt.

(dpa)
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