Nicht alle Reparaturen werden umgesetzt: Restaurierung des Brandenburger Tors weniger aufwändig als geplant
zuletzt aktualisiert: 23.11.2000 - 15:15Berlin (dpa). Die Restaurierung des Brandenburger Tors in Berlin wird weniger aufwändig als geplant: Aus Zeit- und Kostengründen würden nicht alle ursprünglich vorgesehenen wissenschaftlichen Untersuchungen und Reparaturen umgesetzt, teilte die Stiftung Denkmalschutz Berlin am Donnerstag mit. Die Sanierung finde trotzdem auf Spitzenniveau statt, erklärte der Geschäftsführer der Stiftung, Helmut Engel.
Zu den Arbeiten, auf die jetzt verzichtet werden muss, gehört eine bisher einmalige, dreidimensionale Bestandsaufnahme des Bauwerks. Sichtbar wird die abgespeckte Sanierung möglicherweise an den Stellen, wo das Tor im Laufe der Jahrzehnte immer wieder mit "Flicken" ausgebessert worden war. Nur die Steinstücke, die schwer beschädigt oder bautechnisch problematisch seien, würden nun ausgetauscht, sagte Engel.
Die private Stiftung, die die Restaurierung wegen der klammen Finanzlage des Landes als Bauherr übernommen hat, finanziert ihr Projekt über Sponsorengelder. Die Restaurierungszeit war von 24 auf 16 Monate verkürzt worden, damit das Denkmal nicht zu lange unsichtbar bleibt. Zuletzt war das Wahrzeichen 1990/91 restauriert worden. Zurzeit hat das nationale Symbol Risse und ist an der Wetterseite ziemlich geschwärzt.
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