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Düsseldorf
Rettungskräfte sollen bei Angriff fliehen

Düsseldorf. Rettungskräfte, die im Einsatz angegriffen werden, sollen künftig einen verschlüsselten Notruf an die Polizei über Funk oder Handy absetzen können. Das fordert die Gewerkschaft Komba in einem Positionspapier. Zudem sollte es ihnen gesetzlich ermöglicht werden, den Einsatz bei einem Angriff abbrechen zu dürfen und sich zurückzuziehen. "Gleichzeitig müssen sich Arbeitgeber und Dienstherren schützend vor ihre Beamten und Beschäftigten stellen, sollten sie wegen unterlassener Hilfeleistung strafrechtlich verfolgt werden", so Komba-Justiziar Eckhard Schwill.

Die zunehmenden Übergriffe auf Notärzte, Sanitäter, Polizisten und Feuerwehrleute beschäftigen auch den Düsseldorfer Landtag. "Wenn in bestimmten Brennpunkten Rettungskräfte offenbar nicht ohne Schutz in den Einsatz gelangen können, ist dies doch ein alarmierendes Zeichen", betonte FDP-Innenexperte Marc Lürbke, der zum Sachverhalt eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt hat.

(csh)
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